Steffen Arta ist Geschäftsführer der Stadtwerke Dreieich.

Steffen Arta ist Geschäftsführer der Stadtwerke Dreieich.

Bild: © SW Dreieich

Erfolge beim Ausbau der Wärmesparte sowie Mengen- und Preiseffekte im Stromnetz sowie im Strom und Gasvertrieb haben das Ergebnis der Stadtwerke Dreieich im Geschäftsjahr 2019 geprägt. Das Betriebsergebnis  fiel mit 5,3 Mio. Euro (2018: 4,8 Mio. Euro) etwas niedriger aus als im Vorjahr. Das hängt vor allem mit positiven Einmaleffekten in 2018 zusammen.

Höhere Investitionen

Die Umsatzerlöse kletterten um 4,8 Prozent auf 50,02 Mio. Euro. In der Strom- und Wasserversorgung sank der Ertrag gegenüber 2018, die Sparten Gas- und Wärmeversorgung legten dagegen zu. Hier wirkten sich die Witterung und der erfolgreiche Ausbau der Wärmesparte auf 12,668 Mio. kWh  (Vorjahr: 11,32 Mio. kWh) positiv auf das Jahresergebnis aus. Das Investitionsvolumen betrug 4,3 Millionen Euro (Vorjahr: 3,9 Millionen Euro), wovon 3,8 Millionen Euro in Netze und Anlagen flossen.

Nachhaltige Ausrichtung

Der Kommunalversorger aus dem Rhein-Main-Gebiet hat nach eigenen Angaben seine Geschäftsfätigkeit in den vergangenen Jahren konsequent an nachhaltigen und energieeffizienten Maßstäben orientiert. "Der Klimawandel und die hohen Erwartungen unserer Kunden, nachhaltige und effiziente Angebote zu entwickeln und am Markt zu platzieren, sind eine Herausforderung, die wir gerne annehme", so Steffen Arta, Geschäftsführer der Stadtwerke Dreieich GmbH (SWD).

Größere Social-Media-Präsenz

Die Stadtwerke Dreieich setzen dabei seit längerem auf Angebote, die über eine reine Energie- und Wasserlieferung hinausgehen. So wurde im vergangenen Jahr auch die Social Media-Präsenz ausgebaut, um auf das Produktportfolio aufmerksam zu machen und Angebote gezielt an besondere Zielgruppen heranzutragen. "Das alles hilft", so Arta, "die Erwartungen unserer Kundinnen und Kunden besser zu verstehen und diese mit passgenauen Angeboten anzusprechen."

Rund-um-Sorglos-Angebote sind beliebt

Vermehrt nachgefragt wurden im Vertrieb Paketlösungen zum Heizen („Thermopur“) und der (Solar-)Stromerzeugung („Solarpur“)t; insgesamt über 500.000 Euro investierten die Stadtwerke Dreieich in neue Photovoltaik- und Heizungsanlagen. Mit „Lichtpur“ wurde ein weiteres Paket im Bereich Beleuchtung speziell für Geschäftskunden eingeführt. Ausgebaut wurde auch das Angebot öffentlicher Ladestationen und Ladestationen für Privathaushalte.

Überschusswärme fürs Schwimmbad

Bewährte Technik kommt laut den SWD beim neuen Wohnquartier in Dreieich-Sprendlingen zum Einsatz. Hier übernimmt ein weiteres Blockheizkraftwerk (BHKW) die zentrale Wärme- und Stromversorgung. Die Überschusswärme, die während der Sommermonate nicht in der Wohnanlage genutzt wird, kommt dem nahegelegenen Sprendlinger Parkschwimmbad zugute und sorgt auch bei kühlen Tagen für angenehme Wassertemperaturen.

Beteiligung an Solarpark

Auch im Erneuerbarenbereich engagieren sich die SWD. Die Rhein-Main-Solarpark GmbH, die als gemeinsames Unternehmen der Stadtwerke Dreieich und FES Frankfurt den Solarpark auf der Deponie in Buchschlag betreibt, speiste mit 8,76 Mio. kWh erneut eine weit über Plan liegende Menge ein. (hoe)

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