Das Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Eberbach am Neckar

Das Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Eberbach am Neckar

Bild: © SW Eberbach

Die Stadtwerke Eberbach am Neckar wollen die Strom- und Gasversorgung in eine GmbH ausgliedern. Bisher sind die einzelnen Sparten des Querverbundunternehmens als Eigenbetrieb organisiert, die Einzelergebnisse werden zu einem Stadtwerke-Ergebnis saldiert. "Wir erhoffen uns von dem Schritt mehr Transparenz über die Ertragskraft der Energieversorgung. Alleine sind wir auf Dauer nicht wettbewerbsfähig, deshalb wollen wir perspektivisch eine strategische Kooperation mit einem Partner eingehen", erklärt Werkleiter Günter Haag.

Auch eine gesellschaftsrechtliche Beteiligung sei denkbar, wenn gemeinsam eine Wachstumsstrategie entwickelt werden könne. Dies sei aber nur in einer privaten Rechtsform möglich. Der Jahresumsatz der Stadtwerke Eberbach liegt bei circa 18 Mio. Euro, das Unternehmen beschäftigt rund 60 Mitarbeiter.

Finanzamt muss Modell noch zustimmen

Geplant ist, die anderen Sparten Wasserversorgung, Busse und Bäder in einen Eigenbetrieb zusammenzufassen. Dieser soll als Holding fungieren, an die die GmbH ihr Ergebnis auf Grundlage eines Gewinnabführungsvertrages überführt. Im Gegenzug übernimmt die Holding etwaige Verluste der GmbH. Das Finanzamt Mosbach muss dieses Querverbund-Modell noch genehmigen, die Entscheidung kann noch bis zur Jahresmitte dauern. Geplant ist die Betriebsaufspaltung zum Jahresbeginn 2020.

Große Investitionen stehen an

Die Neustrukturierung wird von einem Beratungsunternehmen begleitet. Bis 2013 hatten die Stadtwerke Eberbach über viele Jahre Verluste ausgewiesen, seit vier Jahren schreibt der Kommunalversorger wieder Gewinn. Auch für das abgelaufene Geschäftsjahr prognostiziert der Werkleiter ein gutes Ergebnis. Aufgrund des Turnarounds und der positiven Ergebnisentwicklung ist Haag zuversichtlich, dass die Finanzbehörde letztlich grünes Licht geben wird. Das Unternehmen plant in den nächsten vier Jahren Investitionen in Höhe von rund 23 Mio. Euro, der Löwenanteil davon soll in die Modernisierung des Wassernetzes und die Komplettsanierung respektive den Neubau des Hallenbades fließen. (hoe)

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