Freundlich, friesisch, fortschrittlich: So präsentieren sich die neuen Stadtwerke Nordfriesland GmbH, getragen von den Gesellschaftern, vertreten durch die Bürgermeister von Niebüll, Leck und Bredstedt sowie Geschäftsführer Jan Schulz (von links).

Freundlich, friesisch, fortschrittlich: So präsentieren sich die neuen Stadtwerke Nordfriesland GmbH, getragen von den Gesellschaftern, vertreten durch die Bürgermeister von Niebüll, Leck und Bredstedt sowie Geschäftsführer Jan Schulz (von links).

Bild: Stadtwerke Nordfriesland

Der Norden hat einen neuen Versorger. Hinter der Stadtwerke Nordfriesland GmbH verbergen sich allerdings drei Altbekannte. Die Stadt- und Gemeindewerke Leck, Niebüll und Bredstedt, die bereits seit Jahren als Unternehmensverbund zusammenarbeiten, bündeln nun gemeinsam mit ihren Netzgesellschaften ihre Kompetenzen. Dass es am ersten Juni soweit war, dafür hat das gesamte Verbund-Team hart gearbeitet.

Bereits im vergangenen November wurde die Neugründung vertraglich in trockene Tücher gebracht und die internen Vorbereitungen konnten beginnen. Auf dem Plan standen von der Zusammenführung der Kundendaten über die Neugestaltung von Prozessen und Organisationsabläufen bis hin zur Vertragsanpassung  und dem neuen Marktauftritt.

Neuer Markenauftritt

Jan Schulz, der die Geschäfte des Stadtwerke-Verbunds bereits seit Februar 2018 leitet und nun Geschäftsführer der neuen GmbH ist, fasst die Zeit zusammen: „Es war ein tolles und herausforderndes Projekt mit tiefgreifenden Veränderungen für das Unternehmen, das von den Mitarbeitern viel abverlangt hat. Sie haben alle großartig mitgezogen. Wir haben viel gelernt und gehen gestärkt aus dem Veränderungsprozess hervor.“

Zum Markteinstieg der Stadtwerke Nordfriesland gehört auch ein neues Marken-Branding. Passend zu Meer und Deich an den Nordseeküsten hat sich der Versorger ein blau-grünes Wellenlogo gegeben. Das Motto dahinter: „Freundlich, friesisch, fortschrittlich!“

Bädergesellschaft ausgegründet

Mit 25,4 Prozent hält Niebüll den größten Anteil am neuen Stadtwerk, Leck folgt mit 17,3 Prozent und Bredstedt ist mit 7,4 Prozent beteiligt. Zudem ist der Dienstleister Service Plus GmbH mit 49,9 Prozent ins Unternehmen eingestiegen. Die GmbH war auch schon an den Stadtwerken Bredstedt und Niebüll investiert.

Als wäre der Zusammenschluss der drei Versorger nicht schon genug, hat der Verbund parallel auch noch die Stadtwerke Nordfriesland Erlebnisbad GmbH aus der Taufe gehoben. Das Bad der Gemeindewerke Leck wird künftig von der 100-prozentigen Bädertochter betrieben. Durch die Ausgründung kann der steuerliche Querverbund der Gemeinde Leck zum Bäderbetrieb erhalten bleiben.

Steuervorteil bleibt bestehen

Die Vertragskonstruktion ist bundesweit bisher einmalig: Gewinnabführungs-, Pacht- und Stimmbindungsverträge bilden das Fundament des Steuermodells. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Ergebnisse eindeutig der Gemeinde Leck zuzuordnen sind und auch nur sie Einfluss auf die Badgesellschaft hat. (ls)

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