"Wir werden niemandem den Strom abstellen, der sich bei uns meldet und sich um eine konstruktive Lösung bemüht", verspricht SWM-Chef Florian Bieberbach.

"Wir werden niemandem den Strom abstellen, der sich bei uns meldet und sich um eine konstruktive Lösung bemüht", verspricht SWM-Chef Florian Bieberbach.

Bild: © SWM/Maik Kern

Nach Einschätzung der Münchner Stadtwerke (SWM) helfen intelligente Stromzähler nicht beim Energiesparen. "In Pilotversuchen sind diese Systeme meist kein Erfolg. Denn sie verbrauchen selbst viel Strom, was blöd ist", sagte SWM-Chef Florian Bieberbach der "Süddeutschen Zeitung" (Samstag-Ausgabe). "Zudem reagieren viele Menschen eher unwillig, wenn man ihnen sagt, sie sollen ihren Stromverbrauch an die Börsenpreise anpassen."

In München habe man bereits vor Jahren erprobt, den Stromverbrauch der Menschen zu steuern. "Die Ergebnisse waren ernüchternd. Die meisten Menschen wollen dann waschen, wenn ihre Wäsche schmutzig ist, und dann kochen, wenn sie Hunger haben." Sinnvoll sei gesteuerter Verbrauch allerdings bei Wärmepumpen und Elektroautos, ergänzte Bieberbach.

Der SWM-Chef kündigte weiter Bemühungen beim Ausbau erneuerbarer Energie an: "Ab 2025 wollen die Stadtwerke so viel Ökostrom in eigenen Anlagen produzieren, wie ganz München verbraucht." Bis auch der Wärmemarkt unabhängig von fossilen Quellen sei, werde es aber länger dauern. "Die letzte Gasheizung wird vielleicht erst 2045 abgeschaltet." (dpa/hil)

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