Teilen sich die Geschäftsführung der neuen Thüga SmartService (von links): Franz Schulte, Peter Hornfischer, Emil Bruusgaard und Georg Lessak.

Teilen sich die Geschäftsführung der neuen Thüga SmartService (von links): Franz Schulte, Peter Hornfischer, Emil Bruusgaard und Georg Lessak.

Bild: © Thüga / Sebastian Widmann

Die Digitalisierungsanforderungen an Stadtwerke steigen. Um die Kommunalwirtschaft bei dieser Herausforderung noch besser unterstützen zu können, hat die Thüga AG ihre Tochterunternehmen "Thüga SmartService GmbH" und Conergos GmbH & Co. KG fusioniert. Gleichzeitig will sich der Stadtwerkeverbund mit dem Schritt neues Wachstumspotenzial erschließen. Das neue Tochterunternehmen firmiert unter dem bereits etablierten Namen "Thüga SmartService". Die Zusammenführung erfolgte zum Jahresbeginn. Darüber informierte der Stadtwerkeverbund in einer Medienmitteilung.

"Branchenweite Standards setzen"

"Gerade in Zeiten grundlegenden Wandels müssen wir Entwicklungen gemeinsam vorantreiben, Synergien heben und branchenweite Standards setzen. Mit unserer neuen Gesellschaft stellen wir der Thüga-Gruppe und dem Markt einen agilen und gleichzeitig breit aufgestellten Partner zur Verfügung", begründete Matthias Cord, stellvertretender Vorstandvorsitzender der Thüga AG, den Zusammenschluss.

Neue Tochter hat vier Geschäftsführer

Geführt wird die neue Thüga SmartService von den bisherigen Geschäftsführern, Emil Bruusgaard und Georg Lessak (beide Conergos) sowie Peter Hornfischer und Franz Schulte (beide Thüga SmartService).

Der neu geschaffene Dienstleister wolle für Kunden jeder Größe ein strategischer Partner sein und mit ihnen die digitale Zukunft gestalten, heißt es weiter. "Um diesem Anspruch Rechnung zu tragen, setzen wir zukünftig noch stärker auf Plattformlösungen", erklärt Emil Bruusgaard, einer der vier Geschäftsführer der Thüga SmartService. Notwendige Investitionen in den Kernprozess IT würden Versorger in den nächsten Jahren stark fordern. "Mit innovativen, modularen und hoch skalierbaren Lösungen reagieren wir aktiv auf diese neuen Markterfordernisse", so Bruusgaard.

Weiterentwicklung des Lösungsportfolios

„Wir wollen bei der Digitalisierung der Energiewirtschaft wichtigster Partner für Stadtwerke sein“, erklärt Franz Schulte, Geschäftsführer der Thüga SmartService. Dazu will die Thüga SmartService ihr Lösungsportfolio weiterentwickeln, sowie Synergien durch Gemeinschaftsprojekte und Kooperationen heben. Zudem eröffne der Rückhalt in der Thüga-Gruppe in Kombination mit der Unternehmensexpertise die Möglichkeit, eine treibende Rolle im digitalen Transformationsprozess einzunehmen. „Mit unseren Produkten setzen wir Standards und beeinflussen die Richtung", bekräftigte Schulte.

Expertisen werden gebündelt

Die frühere "Thüga SmartService" und Conergos haben bereits zahlreiche Projekte gemeinsam realisiert und standortübergreifend zusammengearbeitet. Während über die Conergos vor allem SAP-, Enterprise-Resource-Planning (ERP)- sowie Verbrauchsabrechnungs-Expertise in die neue Gesellschaft einfließen, bringt die Thüga SmartService ihre Kompetenzen im Bereich Messwesen, digitale Infrastruktur, Energiedatenmanagement, Marktkommunikation sowie Energieeffizienz und Internet of Things (IoT) ein.

Größenvorteile realisieren, Schnittstellen reduzieren

Die neue Thüga SmartService bietet über 80 Produkte und Dienstleistungen für nahezu alle Funktionsbereiche und Prozesse von Energie- und Wasserversorgungsunternehmen an. "Durch die Zusammenführung bündeln wir unsere Stärken, reduzieren Schnittstellen und erreichen Größenvorteile. Unsere Kunden profitieren von einem verbesserten Angebot, das sicher, wirtschaftlich und nachhaltig ist und dazu aus einer Hand“, erklärte Georg Lessak, Geschäftsführer der Thüga SmartService.

Hauptsitz in Naila wird erweitert

Die rund neunzig Mitarbeiter der bisherigen Conergos sowie die 200-köpfige Belegschaft der bisherigen Thüga SmartService werden weiterhin von ihren angestammten Standorten in Naila, München und Freiburg aus agieren. Der Hauptsitz in Naila wird im Jahr 2020 erweitert. "Wir möchten unserer Belegschaft optimale Arbeitsbedingungen bieten und werden im Zuge unserer Wachstumsstrategie weitere Mitarbeiter einstellen", begründet Geschäftsführer Peter Hornfischer das Investment. Die Thüga SmartService zähle in der Region Oberfranken bereits heute zu den wichtigsten Arbeitgebern. (hoe)

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