Die Technischen Werke Ludwigshafen (TWL) bleiben ihrer "Übergangsstrategie 2023" treu und geben eine weitere Unternehmensbeteiligung ab. Der europaweit tätige Anbieter für Energie- und Nachhaltigkeitsdienstleistungen, Greenflex, hat zum 1. Februar die TWL-Tochter Energiedienstleistungen Rhein-Neckar GmbH (ERN) übernommen.
Die ERN wurde 2003 als Tochtergesellschaft der TWL gegründet, um Energie- und Wasserversorgungsanlagen in der Industrie zu betreiben. Diese Kompetenz verknüpft Greenflex nun mit der bereits im Juli 2019 übernommenen TENAG zu einer neuen Einheit. Die TENAG war im Bereich Energiemanagement und Engineering für Industrie- und Versorgungsunternehmen tätig. Die neue Einheit soll nun deutschlandweit bei Transformationsprojekten beraten, bei der Umsetzung von Aktionsplänen im Bereich Energie und Wasser operativ unterstützen, digitale Dienstleistungen entwickeln und als Generalunternehmer Contracting und schlüsselfertige Projekte anbieten.
Greenflex: "Übernahme rundet das Portfolio ab"
"Durch die Integration der Kollegen von TENAG sind wir mit dem führenden Unternehmen im Energiemanagement, insbesondere für die Unterstützung von ISO-Zertifizierungen, in den deutschen Markt eingetreten und verfügen über eine beträchtliche Expertise im Bereich der Versorgungstechnik", erklärt Olivier Ouazana, Chief International Officer von Greenflex. "Die Übernahme von ERN rundet das Portfolio mit Betriebs-, Wartungs- und Contracting-Dienstleistungen ab. Mit ERN setzen wir auf eine regionale Marktführerschaft und starke Expertise als Basis für zukünftiges Wachstum in der Region Deutschland, Österreich und Schweiz".
"Der erweiterte Geschäftsumfang von ERN und die beabsichtigte weitere Internationalisierung passen nicht mehr zu unseren strategischen Zielen als kommunaler Energiedienstleister", so Dieter Feid, Kaufmännischer Vorstand von TWL. "Wir sind überzeugt, dass wir mit dem Verkauf unserer Beteiligung an Greenflex den richtigen Partner gefunden haben, der es ERN ermöglicht, den Wachstumskurs fortzusetzen."
„Übergangsstrategie 2023“ sieht Rückbesinnung auf Kerngeschäft vor
Nach Jahren mit großen Investitionen und einem starken Beteiligungswachstum setzt TWL seit geraumer Zeit auf Konsolidierung. Im März 2019 wurde die Entscheidung getroffen, sich in den kommenden Jahren wieder stärker auf das Kerngeschäft rückzubesinnen, bestehend aus Commodityvertrieb, Netzgeschäft und Messstellenbetrieb. Zum erweiterten Kerngeschäft zählen nachhaltige Quartierslösungen, aber auch die Elektromobilität und das Submetering.
Im Rahmen der "Übergangsstrategie 2023" plante man die Position als kommunaler und regionaler Energiedienstleister zu stärken. Es folgten der Verkauf der Powercloud-Anteile (25,1 Prozent), da man nicht genug Kapital für die Wachstumsstrategie des Mehrheitseinger bereitstellen konnte, sowie der Webfactory. (pm)



