Uniper-Vorstandschef Klaus Schäfer.

Uniper-Vorstandschef Klaus Schäfer.

Bild: © Uniper

Der Chef des Stromkonzerns Uniper, Klaus Schäfer, will auch nach dem absehbaren Einstieg des neuen finnischen Großaktionärs Fortum die unternehmerische Selbstständigkeit der früheren Eon-Tochter erhalten. Das sei «absehbar der beste Weg» für Uniper, sagte Schäfer am Mittwoch bei der Hauptversammlung des Unternehmens in Essen. Fortum hat Eon dessen Beteiligung von 46,7 Prozent an Uniper für rund 3,8 Mrd. Euro abgekauft. Weil noch kartellrechtliche Genehmigungen fehlen, ist das Geschäft aber noch nicht abgeschlossen.

Schäfer rechnet aber offensichtlich nicht damit, dass der Deal noch platzt. Nachdem die russische Antimonopolbehörde den Kauf genehmigt habe, könne die Transaktion voraussichtlich in den nächsten Wochen endgültig vollzogen werden, sagte er. Dann gehe es darum, mit der neuen Großaktionärin «die Grundlagen für eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Fortum und Uniper zu schaffen».

Schäfer muss sich gegen Vorwürfe verteidigen, er habe versucht, den Einstieg von Fortum zu hintertreiben. Der Hauptversammlung liegt der Antrag eines an Uniper beteiligten US-Fonds auf Einsetzung eines Sonderprüfers vor, der die Abwehrmaßnahmen des Managements durchleuchten soll. (dpa/al)

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