Der Vorstand von Uniper hat einen Schuldenberg zu begleichen, um das Unternehmen wieder fit zu machen. (Archivbild)

Der Vorstand von Uniper hat einen Schuldenberg zu begleichen, um das Unternehmen wieder fit zu machen. (Archivbild)

Bild: © Linda Henrich/dpa

Uniper möchte wieder für den Kapitalmarkt attraktiv sein. Mit einer Kapitalherabsetzung soll der Weg dafür geebnet werden.

Vorerst sind jedoch die Aktien um bis zu 29 Prozent eingebrochen. Die Wertpapiere des Energiekonzerns kosteten am Donnerstag im frühen Handel zeitweise nur noch 3,52 Euro und lagen damit auf dem tiefsten Niveau seit April.

Die Kursbewegungen sind auf Xetra vom geringen Streubesitz geprägt, da der Bund über 99 Prozent an den Düsseldorfern hält.

Am Mittwoch wurde bekannt gemacht, dass am 8. Dezember eine außerordentliche Hauptversammlung zur Genehmigung der Kapitalherabsetzung stattfinden wird. Diese Nachricht wird die Anleger, die auf einen Squeeze-Out, also einer Übernahme durch den Hauptaktionär, gesetzt hatten,  nun enttäuscht haben.

Milliardenverluste müssen beglichen werden

Mit der geplanten Kapitalherabsetzung wird der Weg geebnet, um Uniper wieder kapitalmarktfähig zu machen.

Unter anderem soll der Konzern so bilanztechnisch wieder in der Lage sein, eine Dividende zu bezahlen. Es gilt dem im Jahresbericht 2022 verzeichneten Bilanzverlust von 24,2 Milliarden Euro wett zu machen.

Auch Aktienzusammenlegung geplant

Der Weg dahin geht über eine Kapitalherabsetzung und die Zusammenlegung von 20 Aktien zu einer ("Reverse Split",), wodurch der handelsrechtliche Milliardenverlust verrechnet werden kann. Außerdem soll dafür der in diesem Jahr erwarteten Gewinn verwendet werden, sowie wenn nötig bestehende Kapitalrücklagen aufgelöst werden.

Uniper war im Zuge des Ukraine-Kriegs als größter Gasimporteur in so schwere Bredouille geraten, dass der Staat in die Bresche springen musste und inzwischen fast die gesamten Anteile hält. Der Staat hat sich verpflichtet, seine Beteiligung bis 2028 auf 25 Prozent zu reduzieren. (mit dpa/pfa)

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