Mitarbeiter des Uniper-Steinkohlekraftwerks Maasvlakte. Die niederländische Regierung will bis 2029 aus der Kohleverstromung aussteigen.

Mitarbeiter des Uniper-Steinkohlekraftwerks Maasvlakte. Die niederländische Regierung will bis 2029 aus der Kohleverstromung aussteigen.

Bild: © Uniper

Wie beide Unternehmen in Düsseldorf und Prag mitteilten, hat EPH ein verbindliches Angebot abgegeben. Uniper wolle in exklusive Verhandlungen mit EPH eintreten. Ziel sei der Erwerb sämtlicher Aktivitäten und Unternehmensgegenstände von Uniper in Frankreich durch EPH. Eine Transaktion könne erst nach dem vorgeschriebenen Konsultationsprozess mit den Arbeitnehmervertretern abgeschlossen werden, hieß es weiter.

Uniper hatte im Sommer angekündigt, das Frankreich-Geschäft auf den Prüfstand zu stellen. Anlass waren nach damaligen Medienberichten die Bestrebungen von Präsident Emmanuel Macron, die Kohleverstromung bis Ende 2021 einzustellen. Uniper betreibt in Frankreich zwei Steinkohlekraftwerke; hinzu kommen noch zwei Gaskraftwerke sowie Biomasse-, Wind- und Solaranlagen.

EDF einziger weiterer Kohlekraftwerksbetreiber

Darüber hinaus vermarktet Uniper Strom- und Gasprodukte an industrielle und gewerbliche Kunden. Einziger weiterer Betreiber von Kohlekraftwerken in Frankreich ist die staatliche EDF. Ende November hatte Uniper von der französischen Regierung einen verbindlichen Fahrplan für den Kohleausstieg und Lösungsvorschläge für Unternehmen gefordert.

Kretinsky herrscht über ein größeres Firmenimperium. Zur Energie- und Industrie-Holding (EPH) gehört auch die frühere Vattenfall-Braunkohle-Sparte in Ostdeutschland. Er ist zudem am Großhandelskonzern Metro beteiligt. EPH mit Sitz in Prag beschäftigt nach eigenen Angaben mehr als 25.000 Mitarbeiter und gehört zu den sechstgrößten Stromerzeugern in Europa. Uniper ist nach eigenen Angaben in mehr als 40 Ländern aktiv und beschäftigt weltweit rund 12.000 Mitarbeiter. (dpa/hil)

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