Das noch nicht in Betrieb genomme Steinkohlekraftwerk Datteln IV steht wieder im Zentrum der Debatte um Klimaschutz und den Kohleausstieg.

Das noch nicht in Betrieb genomme Steinkohlekraftwerk Datteln IV steht wieder im Zentrum der Debatte um Klimaschutz und den Kohleausstieg.

Bild: © Uniper

Der Kraftwerksbetreiber Uniper steht vor unruhigen Zeiten. Das drohende Aus für das in Bau befindliche Steinkohlekraftwerk in Datteln, ein ungeklärtes Verhältnis zum Großaktionär Fortum und schlechtere Geschäftsaussichten belasten die frühere Tochter des Energieriesen Eon. Uniper sei aber "sehr gut aufgestellt", um mittelfristig von den steigenden Strompreisen in Deutschland und Europa zu profitieren, sagte Finanzvorstand Christopher Delbrück am Dienstag bei der Bilanzpressekonferenz in Düsseldorf.

Das Steinkohlekraftwerk in Datteln, in das Uniper bislang mehr als 1,5 Mrd. Euro investiert hat, soll nach dem Willen der Kohlekommission nicht angeschaltet werden. Uniper will den Kohlemeiler nach jahrelangen Verzögerungen aber im Sommer kommenden Jahres in Betrieb nehmen. Daran halte man fest, betonte Uniper-Vorstand Eckhardt Rümmler. Er sei sich nicht sicher, "ob die Bundesregierung an das Thema Datteln herangehen und damit der Empfehlung der Kommission folgen will". Der Manager verwies dabei auf die "gewaltigen Investitionen", die kompensiert werden müssten.

Mit Hochdruck am Kraftwerksbetrieb arbeiten

Die Kohlekommission hatte sich in ihrem Kompromiss zum Ausstieg aus der Kohleverstromung dafür ausgesprochen, in Bau befindliche Kohlekraftwerke nicht in Betrieb zu nehmen. Uniper werde, "solange wir keine anderweitigen Anhaltspunkte haben", weiter mit Hochdruck daran arbeiten, das Kraftwerk in Betrieb zu nehmen, sagte Rümmler. Wenn die Bundesregierung "Datteln 4" für den Kohleausstieg ins Kalkül ziehe, sollte sie "umgehend mit uns sprechen". (dpa/ls)

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