Verbio produziert aktuell an den Standorten Zörbig (Bild), Bitterfeld, Schwedt, Pinnow sowie in den Wachstumsmärkten Nordamerika und Indien Biokraftstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen und fortschrittliches Biomethan aus den Reststoffen Schlempe und Stroh.

Verbio produziert aktuell an den Standorten Zörbig (Bild), Bitterfeld, Schwedt, Pinnow sowie in den Wachstumsmärkten Nordamerika und Indien Biokraftstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen und fortschrittliches Biomethan aus den Reststoffen Schlempe und Stroh.

Bild: © Verbio

Der Biokraftstoff-Hersteller Verbio erwartet im laufenden Geschäftsjahr einen operativen Gewinn unter dem Vorjahresniveau. Die Anleger zeigten sich enttäuscht, die Aktie fiel zuletzt bis über zehn Prozent. Denn die Marktteilnehmer waren von einem höheren Gewinnziel ausgegangen, die Erwartung lagen laut Händlern bei 179 Millionen Euro.

Für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) strebe das Management für das bis Ende Juni laufende Geschäftsjahr 150 Millionen Euro an, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Leipzig mit. Verbio verweist dabei unter anderem auf das aktuelle Absatz- und Rohstoffpreisniveau.

Umsatz klettert erstmals auf über eine Milliarde Euro

Wie bereits seit Juli bekannt, konnte das im SDax gelistete Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten bis Ende Juni das operative Ergebnis im Jahresvergleich um mehr als 36 Prozent auf 166,3 Millionen Euro steigern. Der Umsatz kletterte den Angaben nach erstmals auf über eine Milliarde Euro. Das Schlussquartal trug sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Gewinn laut Verbio fast ein Drittel zum Gesamtjahresergebnis bei.

Die Leipziger profitierten von der steigenden Nachfrage nach erneuerbaren Kraftstoffen im Kampf gegen den Klimawandel. Diese Dynamik werde auch im kommenden Jahr das Marktumfeld positiv beeinflussen, stellte Verbio in Aussicht. Das Unternehmen stellt neben Biokraftstoffen wie Biodiesel, Biogas und Bioethanol auch Produkte wie Flüssigdünger und Desinfektionsmittel her.

Um der zunehmenden Nachfrage auch aus dem gewerblichen Güterverkehr begegnen zu können, will Verbio bis Ende 2023 rund 300 Millionen Euro investieren und die Produktionskapazitäten erhöhen. Insgesamt sollen so bis 2023 die Produktionskapazitäten für fortschrittliche Biokraftstoffe verdoppelt werden.

Verbio ist aktuell einer der besten Werte im SDax

Ein Umsatzziel für das laufende Geschäftsjahr benannte das Management allerdings nicht. Lediglich für das Netto-Barvermögen wurde eine Zielgröße von 50 Millionen Euro benannt und damit auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2019/2020. Im vergangenen Geschäftsjahr blieben mit 100,2 Millionen Euro fast doppelt so viel übrig. Verbio gehörte mit fast 78 Prozent Kursplus bis zum gestrigen Handelschluss zu den besten Werten des laufenden Jahres im Index der Nebenwerte. Dies lädt laut Händlern außerdem zu Gewinnmitnahmen ein. (dpa/hoe)

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