Mit einen Sofortbonus und einem Neukundenbonus von 15 Prozent wirbt Grünwelt Energie seit einigen Tagen auf Verivox.

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Bild: © Adobe Stock/Eyetronic

Nach den Stadtwerken in München und Leipzig sowie EnviaM haben weitere große Kommunalversorger deutliche Erhöhungen der Strom- aber zum Teil auch der Gaspreise angekündigt. So wird die Kölner Rheinenergie ihre Strompreise für Privat- und Gewerbekunden zum 1. Januar 2023 anheben. Grund sind die extremen Preissteigerungen an den Handelsmärkten und höhere Netzentgelte.

Im Netzgebiet der Rheinischen Netzgesellschaft steigt der Arbeitspreis (brutto) im Tarif FairRegio Strom basis (Grundversorgung) um 23,94 Cent auf 54,98 Cent pro Kilowattstunde (Ct/kWh). Der Grundpreis erhöht sich um 27,63 Euro auf 201,24 Euro pro Jahr, der Zählerpreis steigt um 5,00 Euro auf 18,58 Euro/Jahr. Für eine Musterkundin in diesem Tarif (3.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch) erhöhen sich die monatlichen Kosten um 62,58 Euro.

Sowohl die Strom- als auch die Erdgaspreise wird die Nürnberger N-Ergie zum Jahresbeginn deutlich anheben. Beim Strom ist es laut Pressemitteilung die erste Preiserhöhung seit drei Jahren. Zum 1. Januar 2023 erhöht sich der monatliche Grundpreis beim meistgewählten Produkt STROM SMART aufgrund steigender Netzentgelte um 0,99 Euro (brutto). Der Energiepreis steigt hier bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 23,49 Cent auf 44,77 Cent (brutto) pro Kilowattstunde (kWh).

N-Ergie erhöht auch die Gaspreise

Für einen Haushalt, der im Tarif STROM SMART pro Jahr 3.500 kWh verbraucht, belaufen sich die monatlichen Mehrkosten ab Januar auf rund 63 Euro. Die monatlichen Kosten steigen um rund 80 Prozent.

Die Preise für Erdgas musste die N-ERGIE aufgrund gestiegener Beschaffungskosten letztmalig zum 1. Juni 2022 anpassen. Nun steigt der Energiepreis bei einem durchschnittlichen Verbrauch beim meistgewählten Produkt ERDGAS SMART zum 1. Januar 2023 von 8,17 Cent auf 14,92 Cent pro kWh (brutto). Für einen Haushalt, der im Tarif ERDGAS SMART pro Jahr 18.000 kWh verbraucht, belaufen sich die monatlichen Mehrkosten ab Januar auf rund 100 Euro. Das entspricht einer Steigerung um rund 74 Prozent.

Wuppertal passt Strom- und Gaspreise an

Höhere Strom- und Gaspreise gibt es ab dem kommenden Jahr auch in Wuppertal. Dort steigen die Arbeitspreise in der Grundversorgung Strom (WSW Strom Classic) bei den Wuppertaler Stadtwerken (WSW) zum 1. Januar 2023 um 4,81 Cent/Kilowattstunde auf 42,02 Cent/Kilowattstunde

Die Arbeitspreise in der Grundversorgung Gas (WSW Gas Classic) steigen zum 1. Januar 2023 um 2,18 Cent/Kilowattstunde auf 15,78 Cent/Kilowattstunde.

Wärmestrom bei EnBW verteuert sich deutlich

Außerdem wurde bekannt, dass EnBW nach den Gaspreisen auch die Preise für Wärmestrom deutlich erhöht. Nach Angaben des Energieversorgers steigen die Tarife für Elektrospeicherheizungen oder Wärmepumpen zum 1. Januar im Mittel um 63,4 Prozent. Wärmestromtarife außerhalb der Grundversorgung ändern sich demnach in ähnlicher Höhe.

Bei Elektrospeicherheizungen ohne getrennte Messung mit einem typischen Verbrauch von 6300 Kilowattstunden im Jahr müssen Kunden nach Berechnung der EnBW mit zusätzlichen Kosten von rund 66 Euro im  Monat rechnen. Für einen Haushalt mit Wärmepumpe und einem Jahresverbrauch von 6500 Kilowattstunden steigen die monatlichen Kosten demnach ebenfalls um rund 66 Euro.

Wie EnBW kürzlich bekanntgab, steigen die Gaspreise zum 1. Dezember auch in der Grundversorgung - im Schnitt um 38 Prozent.

Verivox: Preiserhöhungen beim Strom reichen von niedrigen einstelligen Bereich bis zu 146 Prozent

Laut dem Vergleichsportal Verivox haben für Oktober, November, Dezember und Januar örtliche Grundversorger 221 Strompreiserhöhungen um durchschnittlich 33 Prozent angekündigt. Für einen Drei-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh entspreche das Mehrkosten von rund 418 Euro im Jahr. Die Spanne der Preiserhöhungen sei groß und reicht von Änderungen im niedrigen einstelligen Bereich bis zu 146 Prozent in der Spitze.

Aktuell würden die Stromkosten für einen Drei- bis Vier-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh im bundesweiten Durchschnitt bei 1.926 Euro (48,16 Cent/kWh). Vor 12 Monaten lag der Durchschnittspreis noch bei 1.392 Euro. Die jährlichen Kosten sind damit um 534 Euro oder 38 Prozent angestiegen.

Check24: Strompreis im Oktober leicht gestiegen

Check24 hat allein seit Ende September 201 Strompreiserhöhungen oder eine entsprechende Ankündigung gezählt. Im Durchschnitt hätten die Preiserhöhungen 39,3 Prozent betragen und betreffen rund fünf Millionen Haushalte. Für einen Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 5.000 kWh bedeute das zusätzliche Kosten von durchschnittlich 609 Euro pro Jahr. In der Spitze betragen die Preiserhöhungen bis zu 171 Prozent.

Der durchschnittliche Strompreis für Verbraucher sei  im Oktober im Vergleich zum Vormonat leicht gestiegen. Ein Musterhaushalt (5.000 kWh) zahlte im Schnitt 2.187 Euro jährlich für Strom. Das entspreche einem durchschnittlichen Preis von 43,7 ct. pro kWh. Im Vorjahresmonat waren es 1.556 Euro – ein Plus von rund 41 Prozent. (hoe/dpa)

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