Der Vorstandsvorsitzende der Vonovia SE, Rolf Buch, steht im Eingangsbereich der Firmenzentrale.

Der Vorstandsvorsitzende der Vonovia SE, Rolf Buch, steht im Eingangsbereich der Firmenzentrale.

Bild: © Marcel Kusch/dpa

Deutschlands größter Wohnungskonzern Vonovia will seinen Mietern mehr Ökostrom verkaufen. «Wir werden das Geschäftsfeld Photovoltaik stark ausbauen», kündigte Vorstandschef Rolf Buch am Freitag in der Online-Hauptversammlung des Dax-Konzerns an. Bereits heute erzeugten Solaranlagen auf den Dächern von Vonovia-Wohngebäuden rund 15 000 Megawattstunden Strom im Jahr.

Das seien knapp 20 Prozent des gesamten von Vonovia selbst an die Mieter gelieferten Stroms. Nach ersten Planungen könnte mit Solaranlagen auf etwa einem Drittel der Vonovia-Häuser rund 180 000 Kilowattstunden regenerativer Strom erzeugt werden.
 

Vonovia baut Dienstleistungsgeschäft aus

Der Immobilienkonzern baut seit einigen Jahren das Geschäft mit Dienstleistungen rund um die Wohnungsvermietung aus. Vonovia sei inzwischen nicht nur das größte Handwerksunternehmen in Deutschland, sondern auch der größte Garten- und Landschaftsbaubetrieb. Vonovia vermietet in Deutschland rund 355 000 Wohnungen.

Mieterorganisationen werfen dem Unternehmen vor, unzulässige Gewinne durch überhöhte Nebenkostenabrechnungen und falsch berechnete Sanierungskosten zu erzielen. Buch wies solche Vorwürfe zurück. Bei der Hauptversammlung sagte er, die durchschnittliche Mieterhöhung durch die Umlage von Modernisierungskosten habe im vergangenen Jahr 1,24 Euro pro Quadratmeter betragen. «Das ist moderat», sagte er. (dpa/hoe)

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