Ein Großteil der Fernwärme der Wuppertaler Stadtwerke ist Abwärme aus einem Müllheizkraftwerk in der Region (Symbolbild).

Ein Großteil der Fernwärme der Wuppertaler Stadtwerke ist Abwärme aus einem Müllheizkraftwerk in der Region (Symbolbild).

Bild: © patila/Adobestock

Von Hans-Peter Hoeren

Die Leipziger Stadtwerke planen den Bau einer 19 Kilometer langen Fernwärmeleitung vom Industriestandort Leuna bis zum Heizwerk in Kulkwitz. Im Rahmen des Projekts "RE=FILL" soll dadurch künftig Abwärme aus der Raffinerie von Total Energies von Leuna nach Leipzig transportiert werden. 38 Prozent des aktuellen Fernwärmebedarfs in Leipzig können damit zukünftig gedeckt werden. Das entspricht dem Bedarf von rund 100.000 Wohnungen.

Die Vorbereitungen dafür laufen Hochtouren. In Kürze stehen laut Pressemitteilung weitere Maßnahmen zur Baugrundvorbereitung an, darunter die Entfernung von Gehölz auf einzelnen betroffenen Flächen. Entsprechende Kompensationsmaßnahmen für die Eigentümer sind bereits geplant oder umgesetzt. Der Baustart ist für das Frühjahr 2025 terminiert. Die Bauleistungen sind derzeit europaweit ausgeschrieben.

Neues H2-Ready-Gasheizkraftwerk

Zusätzlich ist die Mitverlegung einer Wasserstoffleitung vorgesehen. Diese soll das neue H₂-ready-Gasheizkraftwerk Süd der Stadtwerke mit der bestehenden Wasserstoff-Infrastruktur im Westen von Leipzig verbinden. Beide Vorhaben sind zentrale Bestandteile des Transformationsplans "Leipziger Wärme", mit dem sich Leipzig im Rahmen der kommunalen Wärmewende auf den Weg zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung begibt.

Dieses Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

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