Ramona Pop steht bald an der Spitze des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv).

Ramona Pop steht bald an der Spitze des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv).

Bild: © Caroline Wimmer

Das ergab eine haushaltsrepräsentative Forsa-Befragung im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv).

„Verbraucher:innen sind ihrem Strom- und Gasanbieter mehrheitlich treu, obwohl Anbieter im Zuge der Energiekrise vielfach die Preise erhöht haben“, sagt Ramona Pop, Vorständin des vzbv.

Wie die Befragung zeige, war zwischen Januar und Mai 2023 die Mehrheit der Haushalte von gestiegenen Stromkosten betroffen (57 Prozent). 42 Prozent der Haushalte, die Gas beziehen, erhielten eine Gaspreiserhöhung.

Obwohl seit Jahresbeginn sowohl für Strom als auch für Gas die Angebotspreise für Neukund:innen sinken, bliebe das Wechselverhalten von Verbraucher:innen sehr zurückhaltend. 83 Prozent der Haushalte haben zum Befragungszeitpunkt weder den Stromtarif gewechselt noch es in Zukunft geplant.

Bei Haushalten, die Gas beziehen, sind es 85 Prozent. Dabei spiele es keine erhebliche Rolle, ob diese Haushalte seit Januar 2023 von einer Preiserhöhung ihres Energieanbieters betroffen waren oder der Arbeitspreis zum Befragungszeitpunkt oberhalb des Preisdeckels lag.

Gründe für die geringe Wechselbereitschaft

Als Grund für die geringe Wechselbereitschaft geben die Kund:innen Zufriedenheit mit dem aktuellen Anbieter (29 Prozent), akzeptable Preise (22 Prozent) und dass andere wie Vermieter u.ä. über den Wechsel entscheiden (19 Prozent) an.

Hintergrund der Befragung

Seit Jahresbeginn sind auf den Vergleichsportalen die Angebotspreise sowohl für Strom als auch für Gas stark gefallen. Dies zeigt ein vom vzbv monatlich durchgeführter Marktcheck von Strom- und Gaspreisen in den 14 bevölkerungsstärksten Städten Deutschlands.

So lagen die auf den Vergleichsportalen günstigsten Angebotspreise für Neukund:innen im Mai – zeitnah zum Befragungszeitraum – bereits merklich unter der Strom- und Gaspreisbremse.

Auch im Juli 2023 liegen die günstigsten ermittelten Arbeitspreise bei einem neuen Sondervertrag für Strom in den untersuchten 14 Städten im Mittel bei 27 ct/kWh und für Gas bei durchschnittlich 8 ct/kWh. Damit befinden sich die günstigsten Arbeitspreise für Strom und Gas jeweils 33 Prozent unter den angesetzten Werten der Energiepreisbremsen. (pfa)

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