Weiterhin finden die Anpassungen in einem "komplexen und unruhigen Umfeld" statt, wie beispielsweise die Stadtwerke Düsseldorf mitteilten.
Zum einen plane der Gesetzgeber zum Jahreswechsel eine kurzfristige Rücknahme der Umsatzsteuersenkung. Zum anderen könnten die Preisbremsen für Strom und Gas ins Frühjahr hinein verlängert werden.
In der NRW-Landeshauptstadt kündigte der Versorger zum 1. Januar 2024 eine Senkung des Gaspreises um 2,62 Cent/kWh an. Damit würde der Arbeitspreis im Grundversorgungstarif "Düsselgas Klassik" dann bei 11,47 Cent/kWh liegen. Den Grundpreis wollen die Stadtwerke Düsseldorf konstant halten. Beim Strom hat der Versorger hingegen keine Anpassungen angekündigt.
SWB erhöhen Strom- und Gaspreise
Eine Preiserhöhung steht den Kunden des Bremer Energieversorgers SWB ins Haus. Das Unternehmen hebt zum 1. Januar 2024 den Gas-Spartarif von 9,63 auf 10,92 Cent/kWh an. Der Strompreis legt von 34,84 Cent/kWh auf 35,21 Cent/kWh zu. Als Grund gibt SWB die gestiegenen Beschaffungskosten der vergangenen Monate an.
Stabil halten will seine Strom- und Gasgrundversorgungstarife der Oldenburger Versorger EWE. Der Preis für Strom in der Grundversorgung liegt aktuell bei brutto 36,97 Cent/kWh. Die Bezugskosten seien noch nicht wieder auf dem Niveau von vor der Krise. "Wir sind daher froh, dass wir die Preise für unsere Kundinnen und Kunden in der Grundversorgung in der aktuellen Heizperiode stabil halten können", erläuterte Oliver Bolay, Geschäftsführer EWE Vertrieb.
Einer vorzeitigen Anpassung der Umsatzsteuer, die die Bundesregierung angekündigt hatte, steht EWE kritisch gegenüber. "Wir plädieren weiterhin dafür, dass sie wie geplant bis Ende März auf dem heutigen Niveau verbleibt, mahnte EWE-Marktvorstand Christian Friege. Die Energiekrise sei noch nicht vollständig vorbei, Energie sei nach wie vor kostenintensiv, das Leben sei teuer geworden. "Die niedrigere Mehrwertsteuer hilft vielen Menschen, die finanziellen Belastungen etwas besser aufzufangen."
Bochum und N-Ergie senken Gaspreis und halten Stromtarife stabil
Eine Senkung des Gaspreises im Grundversorgungstarif wollen die Stadtwerke Bochum zum Jahreswechsel durchführen. Der Preis für "StadtwerkeBasis Gas" sinke von 11,35 Cent/kWh auf 10,77 Cent/kWh. Eine Anpassung im Januar 2024 sei nicht vorgesehen, hieß es auf Anfrage.
In Nürnberg hat der Versorger N-Ergie eine Senkung des Gaspreises angekündigt. Im Produkt "Erdgas Smart" sinkt der Arbeitspreis um 0,77 Cent auf 9,92 Cent/kWh. Der Strompreis bleibe hingegen zum Jahreswechsel unverändert.
Nach einer Senkung des Gaspreises, die der Freiburger Versorger Badenova vor einer Woche ankündigte, sinkt nun auch der Grundversorgungstarif für Strom um 14,5 Prozent auf 37,93 Cent/kWh (brutto).
Preissenkung in Tübingen zum Jahreswechsel
In Tübingen sinken zum Jahreswechsel sowohl die Strom- als auch der Gaspreise. Die "TüStrom"-Sondertarife der Stadtwerke Tübingen (SWT) werden beim Arbeitspreis um durchschnittlich 13 bis 18 Prozent günstiger, teilte das Unternehmen mit, obwohl die Netzentgelte der Übertragungsnetzbetreiber deutlich angestiegen seien. Alle SWT-Sondertarife liegen demnach unterhalb der Grenze der staatlichen Strompreisbremse von 40 Cent/kWh. Bei den "TüGas"-Tarifen sinken die Preise um durchschnittlich knapp 20 Prozent. Möglich machen die die geringeren Beschaffungskosten sowie die niedrigeren Netzentgelte ermöglichen diese Preissenkung, hieß es aus Tübingen. (am)



