Die Unternehmensgruppe Westfalen Weser hat im vergangenen Geschäftsjahr trotz Coronapandemie und Energiepreiskrise ihr Vorjahresergebnis von 41 Mio. Euro halten können.
Der Umsatz ging dagegen um 13 Prozent zurück. Der Konzern führt dies im Wesentlich auf sinkende Erlöse im Geschäftsfeld Strom zurück, wo deutlich niedrigere Erlöse aus dem EEG-Ausgleichsmechanismus und niedrigere Erlöse aus Netznutzungsentgelten zu Buche schlugen. Die Mengen im Stromnetz stiegen dagegen leicht von 6,1 TWh auf 6,2 TWh.
Netzgebiet in NRW und Niedersachsen
Die Westfalen Weser hat ihren Sitz in Paderborn und betreibt regionale Verteilnetze für Strom und Gas in Ostwestfalen-Lippe, im Weserbergland und im nördlichen Sauerland.
Nach eigenen Angaben hat das eigene Stromnetz eine Länge von etwa 29.000 Kilometern. Das Erdgasnetz kommt auf eine Länge von etwa 3300 Kilometer.
Erfolgreiche Strom-Konzessionsverträge
Laut Geschäftsbericht nahm Westfalen Weser 2021 an drei Strom- und zwei Gaskonzessionsverfahren teil. Demnach bewirbt sich das Unternehmen auch weiterhin in angrenzenden Gebieten auf neue Konzessionen.
Erfolgreich seien Strom-Konzessionsverträge der Stadt Bad Lippspringe sowie der Gemeinde Borchen (beide Nordrhein-Westfalen) neu abgeschlossen worden, heißt es in dem Bericht. Zum 1. Januar dieses Jahres habe Westfalen Weser zudem die Stromnetze der Ortsteile Bad Driburg (Nordrhein-Westfalen) übernommen.
Fortschritte bei Smart-Meter-Rollout
Stand Ende 2021 hatte Westfalen Weser 1500 intelligente Messsysteme, sogenannte Smart Meters, im Rahmen des Pflichtrollouts bei ihren Kunden installiert. Gegenüber vergleichbaren Unternehmen habe sie damit eine "Vorreiterrolle" eingenommen.
Mitte 2019 hatte Westfalen Weser mit dem Smart-Meter-Rollout offiziell begonnen. Damals kündigte das Unternehmen an, noch in jenem Jahr 100 weitere intelligente Messsysteme ausrollen zu wollen. Für 2020 waren dann mehr als 1000 Gateway-Installationen geplant. Insgesamt werde Westfalen Weser in den kommenden Jahren etwa 85.000 intelligente Messsysteme in Produktion nehmen, hieß es in einer Pressemitteilung weiter.
Mehr als 1000 E-Ladepunkte
Im Bereich E-Mobilität betreibt Westfalen Weser laut Geschäftsbericht inzwischen mehr als 1000 Ladepunkte. Damit habe das Unternehmen "ein tragfähiges Geschäftsmodell" erreicht, ist in dem Report zu lesen.
56 Kreise und Kommunen sind an der Westfalen Weser beteiligt. 24 weitere Kommunen sind Konzessionsgeber.Das operative Geschäft liegt in den beiden Tochterunternehmen, der Westfalen Weser Netz GmbH und der Energieservice Westfalen Weser GmbH. Bestehende und zukünftige Beteiligungen sowie Dienstleistungen werden in der Westfalen Weser Beteiligungen GmbH gebündelt. (aba)
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