Im ostwestfälischen Lichtenau hat Westfalen Wind zum zweiten Mal ein klimaneutrales Rechenzentrum in den Turm einer Windenergieanlage eingebaut. Die Server dort sind über mehrere Ebenen untergebracht und ragen bis zu 20 Meter in die Höhe.
Die Server nutzen den Strom direkt vom Generator der Windkraftanlagen. Das erste Projekt dieser Art wurde von Westfalen Wind bereits Anfang 2018 realisiert. Dieses erste Rechenzentrum in einer Windenergieanlage entstand dabei in Lichtenau in Kooperation mit der Universität Paderborn.
Intelligente Verknüpfung von Erzeugung und Verbrauch
Durch die platzsparende Unterbringung der Server im Turminneren ist kein zusätzliches Gebäude notwendig. Auch das im Windpark vorhandene Glasfasernetz komme bei dem Rechenzentrum zum Einsatz, sagte Hans-Josef Vogel, Vorsitzender des Landesverbandes Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW).
Auch die Wirtschaftsministerin des Landes Nordrhein-Westfalen, Mona Neubaur (Grüne) lobte die Innovationskraft "windCORES II"-Projekts: "Um Rechenzentren mit ihrem hohen Energiebedarf klimaneutral betreiben zu können, sind innovative und kluge Lösungen gefragt. Entscheidend dabei wird die Energieeffizienz sein." Bei diesem Vorhaben zeige Westfalen Wind, wie Erzeugung und Verbrauch besonders intelligent verknüpft werden können. (am)
