Aktuell können die Mitarbeiter der SWP bereits im Personalmanagement-System Weiterbildungen buchen, Anträge stellen und viele mitarbeiterbezogene Daten aufrufen. Das Bild zeigt Auszubildende der Stadtwerke Pforzheim in der Lehrwerkstatt.

Aktuell können die Mitarbeiter der SWP bereits im Personalmanagement-System Weiterbildungen buchen, Anträge stellen und viele mitarbeiterbezogene Daten aufrufen. Das Bild zeigt Auszubildende der Stadtwerke Pforzheim in der Lehrwerkstatt.

Bild: © SW Pforzheim

Der Transformationsprozess der Stadtwerke Pforzheim geht weiter. Nach der erfolgreichen Schaffung einer leistungsfähigen Aufbauorganisation und der Neujustierung des Vertriebs liegt der Fokus aktuell auf der Digitalisierung von Prozessen und Abläufen. Die Neuerungen reichen von der Personalakte bis hin zum Produkt für den Endkunden.

Mobiles Arbeiten wird einfacher

Aufgrund der positiven Erfahrungen mit dem Mobilen Arbeiten (Homeoffice) in den ersten Monaten der Coronapandemie soll es beispielsweise für SWP-Mitarbeiter künftig noch einfacher sein, flexibel von zuhause zu arbeiten. Schon vor Corona hatten etwa 70 der rund 480 Mitarbeiter der SWP die Möglichkeit, 20 Prozent ihrer Arbeitszeit im Mobilen Arbeiten zu erfüllen. Aufgrund der derzeitigen Situation und den Maßnahmen zur Kontakteinschränkung wurde dieses Angebot ausgebaut.

Effizienzsteigerungen im Homeoffice

"Derzeit wurden 243 Anträge zur Mobilen Arbeit gestellt", verrät Herbert Marquard, Geschäftsführer der SWP. Davon seien alleine 166 Anträge auf die Maßnahmen rund um COVID-19 zurückzuführen. "Wer kann, der soll nun möglichst viel Arbeit von zuhause erledigen", heißt es. Das stößt auf eine positives Echo – viele Mitarbeiter berichten von Effizienzsteigerungen im Arbeitsprozess, auch wenn vielen der direkte Kontakt zu den Kollegen fehlt.

Ende Mai fand zudem die erste virtuelle Mitarbeiter- und Betriebsversammlung statt. Über Videotelefonie mit Chatfunktion konnten sich Mitarbeiter direkt an die Geschäftsführung und den Betriebsrat richten. Das Feedback hierzu fiel laut SWP allgemein sehr positiv aus.

"Voll-Digitalisierung aller Personalakten bis 2020"

Auch viele Arbeitsprozesse sind bereits schon online abrufbar und zu bearbeiten: So hat die SWP das Personalmanagement-System Magellan eingeführt. "Bis Ende 2020 soll die Voll-Digitalisierung aller Personalakten erfolgt sein", verspricht Holger Streich, der als Personalleiter der SWP das Zepter für den Umstieg in das System hält.

Aktuell können die Mitarbeiter der SWP bereits im System Weiterbildungen buchen, Anträge stellen und viele mitarbeiterbezogene Daten aufrufen. Vom Arbeitsvertrag über Qualifikationsnachweise bis hin zur Entgeltabrechnung ist alles digital abrufbar.

Eine Plattform für E-Learning

Auf der E-Learning-Plattform SWP-Campus können außerdem Videoformate abgerufen und per Abschlussprüfung abgeschlossen werden. Mitarbeiter haben von allen Endgeräten Zugriff auf Weiterbildungsmöglichkeiten zu Themen wie Grundlagen der Energiewirtschaft, Unbundling oder Compliance.

Komplette Integration von S/4Hana

Auch in den Finanz- und Controllingprozessen habe die Digitalisierung vieles schneller und effizienter gemacht. Der Jahresabschluss 2019 wurde mit dem neu eingeführten ERP-System S/4Hana fertiggestellt. Die SWP sind nach eigenen Angaben der fünfte Energieversorger in Deutschland, der  das neue System nutzt. Die komplette Integration von S/4Hana gehe einher mit einer übergangslosen Einführung in allen Bereichen.

"Der Prozess geht ohne Brüche durch alle Abteilungen", berichtet Brita Kroslid, Hauptverantwortliche für die Digitalisierungsprojekte der SWP. Auch im Vertrieb, der Abrechnung und dem Kundenservice erleichtern modernere Systeme die Arbeit.

Vernetzung des Smart Home

Auch im Privatkundenbereich arbeiten die SWP an digitalen Neuerungen. Dabei geht es etwa um Themen rund um die Vernetzung des Smart Home. In einem Pilotprojekt sollen zeitnah eintausend Smart-Meter-Gateways (SMWG) im Kommissionsbereich der SWP verbaut werden. Um das bestmögliche Produkt ausfindig zu machen, werden in der Testphase zwei unterschiedlich arbeitende Systeme bei den Privatkunden eingebaut. Eines soll die Daten über Funk übertragen, das andere arbeitet über das Stromnetz.

Einstieg in "private Digitalisierung"

Im Anschluss wird analysiert, mit welchem der beiden sowohl die Kunden als auch die SWP am besten zurecht kam. Dieser erste Schritt in die "private Digitalisierung" soll dem Einzelnen letztlich mehr Möglichkeiten eröffnen, sein "Home" "smart" zu machen. (hoe)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper