Die Wien Energie war in den vergangenen Tagen das Top-Thema in Österreichs Zeitungen.

Die Wien Energie war in den vergangenen Tagen das Top-Thema in Österreichs Zeitungen.

Bild: © Helmut Fohringer/APA/dpa

Der Preissturz an den Terminmärkten hat die finanzielle Situation des Wiener Stadtversorgers Wien Energie offenbar deutlich verbessert.

Das Unternehmen habe für den Winter "ausreichend vorgesorgt und gleichzeitig die aktuelle Marktberuhigung genutzt", wird Finanzstadtrat Peter Hanke (SPÖ) in einer Presseaussendung zitiert.

1,05 Mrd. Euro zurückgezahlt

Geholfen hätten dabei auch "das solide Finanzrating der Eigentümerin", sprich der Stadtwerke und Stadt Wien, die positive Fortbestehensprognose, sowie die von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG testierte finanzielle Stabilität und Zahlungsfähigkeit der Wien Energie.

So habe Versorger bereits 1,05 Mrd. der als Liquiditätshilfe bereitgestellten 1,4 Mrd. Euro wieder an die Stadt zurückgezahlt. "Trotzdem beobachten wir weiterhin einen hochvolatilen Energiemarkt", fügte Hanke hinzu. "Ich erneuere daher meine Forderung nach einem österreichweiten Schutzschirm für die österreichische Energiewirtschaft."

Liquiditätsnot nach Bullenmarkt

Ende August waren die Strompreise für das Frontjahr innerhalb weniger Tage auf 1000 Euro pro MWh geschnellt. In der Folge hatte Wien Energie über das Wochenende die österreichische Bundesregierung um eine Milliardenspritze gebeten. Am Ende wurde dem Unternehmen ein Kreditrahmen in Höhe von mehr als zwei Milliarden Euro zugebilligt, den der Versorger nach eigenen Angaben bislang aber noch nicht gebraucht hat.

Bei dem zurückgezahlten Geld handelt es sich um Kredite der Stadt, die Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) schon im Juli per Notkompetenz bereitgestellt hatte. (aba)

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