Wintershall Dea gehört zu einer Gruppe von Unternehmen, denen die Deutsche Umwelthilfe (DUH) juristische Schritte angedroht hatte.

Wintershall Dea gehört zu einer Gruppe von Unternehmen, denen die Deutsche Umwelthilfe (DUH) juristische Schritte angedroht hatte.

Bild: © Wintershall Dea

Wintershall Dea verfolgt angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine keine zusätzlichen Projekte zur Förderung von Gas und Öl mehr. Zudem habe der Vorstand entschieden, die Finanzierung von Nord Stream 2 in Höhe von rund einer Milliarde Euro abzuschreiben, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Zahlungen nach Russland würden «grundsätzlich mit sofortiger Wirkung» eingestellt.

Bereits zuvor hatte Firmenchef Mario Mehren betont, dass durch den russischen Krieg gegen die Ukraine «das Fundament der Zusammenarbeit in den Grundfesten auf das Schwerste erschüttert worden sei». In den bestehenden Erdgas-Förderprojekten Juschno-Russkoje und Achimov in Sibirien bleibe das Unternehmen aber vertreten, hieß es in der Mitteilung. Die Förderprojekte versorgen demnach Europa mit Energie.

Der Öl- und Gaskonzern Wintershall Dea ist an der Finanzierung der umstrittenen Pipeline Nord Stream 2 beteiligt, für deren Betrieb die Bundesregierung das Genehmigungsverfahren ausgesetzt hat. Der Betreiber der Pipeline mit Sitz im Schweizer Kanton Zug soll nach Angaben einer Behördenvertreterin vor dem Aus stehen.

Wintershall Dea beschäftigt weltweit knapp 2500 Mitarbeiter. BASF hält gut 70 Prozent an dem Unternehmen mit Sitz in Kassel und Hamburg. Der Rest gehört LetterOne, einer Beteiligungsgesellschaft, in der der russische Oligarch Michail Fridman seine Dea-Anteile gebündelt hat. (dpa/amo)

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