Im Erheben, Übertragen, Verwalten und Nutzbarmachen von Daten sieht Thomas Schäfer, Geschäftsführer der Würzburger Versorgungs- und Verkehrs GmbH (WVV), künftig einiges an Geschäftspotenzial. "Wir werden in allen vier Feldern tätig werden, beipielsweise über Sensorik und wollen letztlich auch Daten zu Geld zu machen", versicherte Schäfer bei seinem Vortrag zum Auftakt der VKU-Vertriebstagung in Würzburg. Das Unternehmen plant ein Lorawan-Netz, bestehend aus bis zu sieben Sendern, in der unterfränkischen Stadt.
Regionale ÖPNV-Plattform in Bayern?
Den Nutzen von Plattformen für den digitalen Vertrieb beurteilt Schäfer für sein Unternehmen hingegen eher verhalten. So ist die WVV aktuell weder als Plattformmanager noch als Produktanbieter auf Plattformen tätig. Anders ist die Perspektive im Bereich Verkehr. Um dort nicht allein auf die Rolle eines Produktanbieters reduziert zu werden, kann sich Schäfer hier den Betrieb einer regionalen Plattform in Bayern vorstellen. Herzu gibt es offenbar auch bereits konkrete Überlegungen.
Hier sei eine sinnvolle Verknüpfung von verschiedenen Initiativen aus Bayern angedacht. "Diese müssen wir verzahnen", so der WVV-Chef. Mögliche Restriktionen durch die Bayerische Gemeindeordnung sieht er bei der Entwicklung neuer Mehrwerte und Geschäftsmodelle entspannt bis pragmatisch. "Wir gehen oft erst mal aufs Eis und schauen, ob es knackt". (hoe)



