Die Stadtwerke Neumünster haben in ihrer Stadt das Glasfasernetz aufgebaut, das sie nun künftig mit einem Partner vermarkten.

Die Stadtwerke Neumünster haben in ihrer Stadt das Glasfasernetz aufgebaut, das sie nun künftig mit einem Partner vermarkten.

Bild: © SWN

Die Stadtwerke Neumünster (SWN) und die Stadtwerke SH haben eine gemeinsame Telekommunikationsgesellschaft gegründet, das teilten die beiden kommunalen Unternehmen mit.

Das Gemeinschaftsunternehmen "NordConnect" soll die technischen und kaufmännischen Kompetenzen rund um Glasfaser und Telekommunikation bündeln: Betrieb der bestehenden Glasfasernetze, Vertrieb von Internet-, Telefon- und TV-Produkten sowie der Kundenservice für Privat- und Geschäftskunden. Sitz des neuen Unternehmens ist Neumünster.

Die Netze bleiben im Eigentum der kommunalen Unternehmen und werden langfristig an Nordconnect verpachtet – die Infrastruktur bleibt damit in öffentlicher Hand, während Betrieb und Angebot aus einer Quelle kommen.

"Mit Nordconnect schaffen wir eine starke, kommunale Plattform für leistungsfähige Glasfasernetze in Schleswig-Holstein", berichtet Michael Böddeker, Geschäftsführer der SWN. "Wir bündeln unsere Kräfte, senken Kosten und können unseren Kundinnen und Kunden einheitliche, moderne Telekommunikationsangebote bieten."

Mit einem Notartermin am 4. Dezember 2025 war Nordconnect offiziell als GmbH gestartet. "Die Gründung ist ein wichtiger Schritt für die digitale Infrastruktur im Land", betont Bernd Reichelt, Geschäftsführer der Stadtwerke SH. "Wir stellen den Glasfaserbetrieb langfristig professionell auf und machen Schleswig-Holstein als Glasfaserland noch sichtbarer."

Gemeinsame Geschäftsführung

An der Nordconnect halten die SWN 88 Prozent der Anteile, die Stadtwerke SH sind mit 12 Prozent beteiligt. Genau genommen sind vier Stadtwerke an Nordconnect beteiligt, da die Stadtwerke SH ein Gemeinschaftsunternehmen der Stadtwerke Schleswig, Eckernförde und Rendsburg sind.

Geschäftsführer der neuen Gesellschaft sind Bernd Reichelt und Fabian Bühring, bisheriger Bereichsleiter für Telekommunikation bei den SWN.

Insgesamt sollen rund 150 Mitarbeitende in die neue Gesellschaft wechseln – etwa 130 von SWN und rund 20 von den Stadtwerken SH. "Durch diese Bündelung unserer wertvollen Fachkräfte können wir sie künftig noch gezielter und effizienter einsetzen", erklärt Bühring und weiter: "Damit schaffen wir die Grundlage, unseren Kundinnen und Kunden langfristig den bestmöglichen Service zu bieten." Bis zum Wechsel, voraussichtlich im Sommer 2026, arbeiten die Teams weiterhin eng zusammen und bereiten den Übergang gemeinsam vor.

"Unser Ziel ist es, in Schleswig-Holstein als verlässlicher Partner rund um Glasfaser aufzutreten und die Telekommunikationslandschaft gemeinsam weiter voranzubringen", sagt Bühring. Mit dem Zusammenschluss in der Nordconnect schaffe man die Grundlage dafür, ihre Produkte langfristig wirtschaftlich anbieten zu können und zugleich anderen Anbietern den Zugang zu den Netzen zu ermöglichen. 

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