Ketamin, eigentlich ein Narkosemittel, wurde 2022 erstmals in die Abwasser-Analysen einbezogen.

Ketamin, eigentlich ein Narkosemittel, wurde 2022 erstmals in die Abwasser-Analysen einbezogen.

Bild: © Felipe Caparros/AdobeStock

Die neu veröffentlichte Studie „Wastewater analysis and drugs – a European multi-city study”, die von einem weltweiten Forschungsnetzwerk, der Score-Gruppe, in Zusammenarbeit mit der EU-Drogenbehörde (EMCDDA) veröffentlicht wurde, zeigt einen Anstieg der Nachweise von Kokain und Methamphetamin/Ecstasy.

Im Rahmen des Projekts wurde das Abwasser in 104 europäische Städten aus 21 Ländern (20 EU + Türkei) analysiert, um den Drogenkonsum der Einwohner zu untersuchen. Ketamin, eigentlich ein Narkosemittel, wurde 2022 erstmals einbezogen, womit sich die Gesamtzahl der untersuchten Substanzen auf sechs erhöht.

54 Millionen Menschen einbezogen

Von Kopenhagen bis Valencia und von Nikosia bis Lissabon analysierte die Studie die Abwasserproben in den Einzugsgebieten von Kläranlagen über einen Zeitraum von einer Woche zwischen März und April 2022. Die Abwasserproben von rund 54 Millionen Menschen wurden auf Spuren von fünf illegalen Stimulanzien (Kokain, Amphetamin/Speed, MDMA/Methamphetamin/Ecstasy und Ketamin) sowie Cannabis untersucht.

Die neuesten Ergebnisse zeigen einen kontinuierlichen Anstieg der Kokainfunde, ein Trend, der seit 2016 zu beobachten ist (trotz einiger Schwankungen während der Covid-19-Sperren). Auch die Methamphetamin-Situation scheint sich weiterzuentwickeln, da immer mehr Städte Spuren der Droge melden.

Funde in allen Städten

Bei den übrigen Substanzen (Amphetamin, Cannabis, MDMA/Ecstasy, Amphetaminderivat), ergibt sich ein gemischtes Bild. Obwohl die Nachweise an den Studienorten erheblich variieren, ist bemerkenswert, dass alle sechs untersuchten illegalen Drogen in fast jeder teilnehmenden Stadt gefunden wurden. Zur Studie geht es hier. (hp)

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