Bei der  Unterzeichnung des Gesellschaftsvertrag der KLAR GmbH: (v.li.n.re.) Peter Esch, Leiter des Tiefbauamtes der Stadt Köln, Dieter Steinkamp, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stadtwerke Köln und Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie, Ulrike Franzke, Vorständin der StEB Köln, sowie Volker Erbe und Michael Dreschmann, die beiden Geschäftsführer der KKP.

Bei der Unterzeichnung des Gesellschaftsvertrag der KLAR GmbH: (v.li.n.re.) Peter Esch, Leiter des Tiefbauamtes der Stadt Köln, Dieter Steinkamp, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stadtwerke Köln und Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie, Ulrike Franzke, Vorständin der StEB Köln, sowie Volker Erbe und Michael Dreschmann, die beiden Geschäftsführer der KKP.

Bild: © StEB Köln/Sabine Grothue

Um kommunalen Klärschlamm umweltgerecht verwerten zu können, haben mehrere kommunale Unternehmen die KLAR GmbH gegründet. KLAR steht für „Klärschlammverwertung am Rhein“. Die Gesellschaft soll eine Klärschlammverbrennungsanlage in Köln-Merkenich planen, bauen und betreiben.

Gesellschafter sind die Stadtentwässerungsbetriebe Köln (StEB Köln), die Stadtwerke Köln (SWK), die Stadt Bonn und die Klärschlammkooperation Poolgesellschaft (KKP), ein Zusammenschluss einiger kleinerer Städte und Umlandgemeinden. Ziel ist der Bau und Betrieb einer Klärschlamm-Verbrennungsanlage in Köln-Merkenich.

Inbetriebnahme 2029 geplant

Bis Ende 2023 soll KLAR laut einer Pressemitteilung der StEB den technischen Rahmen des Projekts festlegen. Danach folgt die Entwurfs- und Genehmigungsplanung, dabei ist eine umfassende Öffentlichkeitsbeteiligung vorgesehen. Mit dem Baubeginn sei Ende 2025 zu rechnen, die Inbetriebnahme sei für 2029 vorgesehen, heißt es weiter.

Die Anlage wird mit einer Kapazität von bis zu 39.000 Tonnen Trockensubstanz pro Jahr geplant  und kann damit den Klärschlamm von zwei Millionen Einwohnern verwerten. Der Großteil des Klärschlamms stammt aus Köln, ein Fünftel aus Bonn und rund 30 Prozent aus Nachbarkommunen.

Standort mit sehr guter Infrastruktur

Standort wird das Kraftwerksgelände von RheinEnergie sein, die die Anlage im Auftrag der KLAR betreiben wird. Dort ist dank der vorhandenen Infrastruktur eine sehr gute Lösung für den Transport möglich: Der Klärschlammtransport kann per Rohrleitung, Schiff, Lkw und potenziell per Bahn erfolgen.

Der Klärschlamm aus dem Großklärwerk Stammheim, immerhin 42 Prozent der Gesamtmenge, gelangt direkt über eine Rohrleitung in die Anlage – statt per Lkw durch Wohngebiete und über die Autobahn. Die neue Klärschlammanlage wird auch klimaneutrale Fernwärme für rund 1700 Haushalte und Industriebetriebe im Kölner Norden erzeugen. (hp)

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