Spatenstich zur neuen Klärschlamm-Verwertungsanlage auf dem RWE-Gelände des Braunkohle-Kraftwerks Knapsacker Hügel im Betriebsteil Kraftwerk Goldenberg.

Spatenstich zur neuen Klärschlamm-Verwertungsanlage auf dem RWE-Gelände des Braunkohle-Kraftwerks Knapsacker Hügel im Betriebsteil Kraftwerk Goldenberg.

Bild: © RWE

Der Bau der Klärschlamm-Monoverbrennungs-Anlage am Knapsacker Hügel hat begonnen – mit dem symbolischen ersten Spatenstich durch Frank Rock, Landrat des Rhein-Erft-Kreises, RWE Power-Vorstand Lars Kulik und RWE-Betriebsrat Patrick Maier. Ab 2026 sollen in der Anlage jährlich bis zu 180.000 Tonnen kommunaler Klärschlamm thermisch verwertet werden.

Die neue Anlage braucht keine Braunkohle mehr, die der Verbrennung des Klärschlamms die nötige Heizenergie liefert. Der Klärschlamm kann allein verwertet werden, weil er in der Anlage selbst mit der erzeugten Wärme vorgetrocknet wird.  Die Überschussenergie der Anlage wird in Form von „grüner“ Wärme den benachbarten Industriepartnern und den Stadtwerken Hürth geliefert.

Zweite Linie in Planung

Die Anlage ist mit einer mehrstufigen Rauchgasreinigung ausgestattet. RWE Power errichtet zunächst den ersten Strang der Anlage, die aus zwei unabhängig voneinander betreibbaren Linien besteht. Die Entscheidung über den Bau des zweiten Strangs ist für Anfang 2024 vorgesehen.

Derzeit werden 900.000 Tonnen Klärschlamm pro Jahr in den Braunkohle-Kraftwerken der RWE mitverfeuert. Durch den Kohleausstieg wird diese Option bis 2030 obsolet. Deshalb tätigt RWE die Investition in Höhe von rund 80 Mio. Euro in den Bau der neuen Klärschlamm-Verwertungsanlage.

CO2-Abscheidung in der Prüfung

Die Anlage bietet gleichzeitig die technischen Voraussetzungen, um die ab 2029 gesetzlich vorgeschriebene  Phosphorrückgewinnung zu gewährleisten. Die Umsetzung weiterer Projekte an dem Standort, wie zum Beispiel eine CO2-Abscheidung und -Verflüssigung, wird laut RWE-Angaben zurzeit geprüft. (hp)

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