Derzeit finden auf dem Gelände der Kläranlage Düren Abraumarbeiten zur Vorbereitung der Kläranlagenertüchtigung statt.

Derzeit finden auf dem Gelände der Kläranlage Düren Abraumarbeiten zur Vorbereitung der Kläranlagenertüchtigung statt.

Bild: © WVER

Der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) hat mit den vorbereitenden Arbeiten zum Umbau der Kläranlage Düren-Merken begonnen. Das wasserwirtschaftliche Großprojekt dient „der umfassenden Substanzsicherung und Leistungssteigerung“, heißt es in einer Pressemitteilung des WVER.

Es wird in zwei Bauabschnitten bis Mitte 2027 durchgeführt. Im Zulauf entsteht ein neues Hebewerk mit einer nachgeschalteten modernen Rechenanlage und einem belüfteten Sandfang. Außerdem werden zwei der drei Vorklärbecken abgerissen und komplett erneuert.

Spielraum für Leistungsspitzen

Auf dem Standort des dritten Beckens und der benachbarten Freifläche wird eine aus zwei Rundbecken bestehende zusätzliche biologische Reinigungsstufe errichtet. Diese ist als sog. „Hochlastbiologie“ ausgelegt und wird in der Lage sein, die in den letzten Jahren vermehrt auftretenden Lastspitzen zu beseitigen.

Dadurch wird die bestehende biologische Reinigungsstufe, in der Mikroorganismen alle relevanten Schmutzstoffe aus dem Abwasser entfernen, entlastet. Diese war zunehmend an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit gekommen.

Effzienterer Betrieb

Darüber hinaus wird ein sog. „Mischwasserstreckungsbecken“ gebaut, in dem bei Niederschlägen verdünntes Abwasser, das die hydraulische Aufnahmekapazität der Kläranlage überschreitet, zwischengespeichert, mechanisch behandelt und anschließend in die Kläranlage übergeleitet wird.

Die umfassende Modernisierung der Kläranlage ermöglicht einen wirtschaftlicheren Anlagenbetrieb und passt die Ressourceneffizienz den Anforderungen der Zukunft an. Die Investitionen belaufen sich auf ca. 85 Mio. Euro. (hp)

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