Ein Durchschnittshaushalt im Versorgungsgebiet des TWS zahlt im nächsten Jahr 3,10 Euro brutto mehr im Monat.

Ein Durchschnittshaushalt im Versorgungsgebiet des TWS zahlt im nächsten Jahr 3,10 Euro brutto mehr im Monat.

Bild: © Oleksandr/AdobeStock

Anlässlich des Weltwassertags fordern die Industrie- und Handelskammern (IHKs) in Berlin und Brandenburg und die Landesgruppe Berlin-Brandenburg des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) Politik und Verwaltung auf, Maßnahmen zur nachhaltigen Sicherung der Ressource Wasser für die Trinkwasserversorgung und die Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Berlin-Brandenburg schneller umzusetzen.

Die Herausforderungen bei der Sicherung der Wasserversorgung sowie der Abwasserentsorgung seien allerdings komplex, heißt es in der gemeinsamen Stellungnahme. Die stärksten Faktoren seien das nachbergbauliche Wasserdefizit im Spreeabfluss, die Zunahme von Wetterextremen wie Starkregen und Dürre sowie das Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum in der Metropolregion.

Beschleunigte Verfahren

Über 40 Prozent der Wasserversorger in Brandenburg sind einer Umfrage zufolge gezwungen, ihre Wasserrechte über die kritische Grenze von 80 Prozent auszuschöpfen.

„Es bedarf daher der Vorhaltung ausreichender Wasserrechte und beschleunigter Genehmigungsverfahren seitens der zuständigen Landesbehörden“, erklärt Julian Büche, Geschäftsführer der VKU-Landesgruppe Berlin-Brandenburg.

Länderübergreifendes Ressourcenmanagement

Vor dem Hintergrund knapper werdender Wasserressourcen befürchten Unternehmen zunehmende Wassernutzungskonflikte. Diese gelte es frühzeitig zu erkennen und vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen.

„Das Thema Wasser sollte in der Regionalplanung stärker Eingang finden, um auf wasserintensive Ansiedlungen besser vorbereitet zu sein“, fordert Jens Warnken, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus für die Landesarbeitsgemeinschaft der Berlin-Brandenburger IHKs. Auch seien mehr Wasserspeicher und eine funktionale Wasserinfrastruktur nötig.

Dies alles müsse in ein länderübergreifendes Wasserressourcenmanagement eingebettet werden, das auch die Finanzierung wasserwirtschaftlicher Maßnahmen in den Blick nimmt, so Warnken. (hp)

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