Die Wasserwirtschaft in der Lausitz gilt aufgrund der Bergbaufolgen und des Sanierungsbedarfs der Tagebaue als hochkomplex. Im Bild die Lausitzer Seenlandschaft mit einer etwa 500 Meter langen Förderbrücke.

Die Wasserwirtschaft in der Lausitz gilt aufgrund der Bergbaufolgen und des Sanierungsbedarfs der Tagebaue als hochkomplex. Im Bild die Lausitzer Seenlandschaft mit einer etwa 500 Meter langen Förderbrücke.

Bild: @ LianeM/AdobeStock

Der Bund und die Länder Brandenburg und Sachsen wollen sich gemeinsam um das Grundwasser-Management in der Lausitz kümmern. Als länderübergreifendes Steuerungs- und Kontrollinstrument ist dazu ein Simulationsmodell geplant, wie das sächsische Umweltministerium in Dresden mitteilte.

Die Kosten belaufen sich auf rund neun Millionen Euro, die zu 70 Prozent vom Bund und zu 30 Prozent von beiden Ländern finanziert werden. Das Grundwassermodell setzt sich aus einem geologisch-hydrogeologischen Strukturmodell, einem Grundwasserströmungsmodell sowie einem Bodenwasserhaushaltsmodell zusammen.

Wassermanagement für Industrieansiedlungen

Das Projekt wird von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe koordiniert und vom Umweltbundesamt sowie den Fachbehörden in Brandenburg und Sachsen fachlich begleitet. Das Projektgebiet umfasst mehr als 5000 Quadratkilometer, das Modell soll bis Ende 2027 fertig sein.

«150 Jahre Braunkohleförderung in der Lausitz haben ihre Spuren nicht nur in der Landschaft, sondern auch insbesondere im Wasserhaushalt hinterlassen. Um die Folgen besser einschätzen zu können, ist das Vorhaben der Grundstein für ein nachhaltiges Wassermanagement in der Lausitz», wird Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck (Grüne) in der Mitteilung zitiert. Neben einer nachhaltigen Wasserversorgung der Region wolle man auch das Wassermanagement für Industrieansiedlungen verbessern. (dpa/hp)

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