16 Wasserversorger der Metropolregion Berlin-Brandenburg haben sich zu einer Initiative zusammengeschlossen.

16 Wasserversorger der Metropolregion Berlin-Brandenburg haben sich zu einer Initiative zusammengeschlossen.

Bild: © Joachim Donath/Berliner Wasserbetriebe

Angesichts der wachsenden Herausforderungen für eine sichere Versorgung haben sich 16 Wasserversorger aus der Metropolregion Berlin-Brandenburg in einer Initiative zusammengeschlossen und gemeinsame Ziele formuliert. Die Analyse der Situation und die erwarteten Trends haben Vertreter dieser Gruppe am Mittwoch in einem Auftakttreffen dem brandenburgischen Umweltminister Axel Vogel und der Berliner Umweltsenatorin Regine Günther (beide Bündnis 90/Grüne) vorgestellt und einen länderübergreifenden Dialog für eine gemeinsame Strategie zur Bewältigung der Probleme vereinbart.

Im Jahr 2050 wird die Einwohnerzahl auf Brandenburger Gebiet in der Region zwischen Oranienburg, Nauen, Potsdam, Storkow und Strausberg um rund ein Fünftel wachsen, mehr als die Hälfte aller Brandenburger werden dann in diesem Bereich wohnen. Auch für Berlin wird ein ähnlicher Trend prognostiziert, wie es in einer gemeinsamen Pressemitteilung heißt.

Bedarf nicht gedeckt

Deutlich stärker wird zugleich der Wasserbedarf steigen, was neben der Bevölkerungs- und Wirtschaftsentwicklung insbesondere dem Klimawandel mit trockeneren und wärmeren Sommern geschuldet sei. So erwarten die Fachleute im Umland der Hauptstadt einen zum Teil um die Hälfte wachsenden Wasserbedarf, der mit den heutigen Nutzungsrechten bzw. verfügbaren Dargeboten nicht komplett abgedeckt werden kann.

Das ist der Kern der Analyse der bereits 2017 gebildeten Initiative Trinkwasserversorgung Metropolenregion Berlin-Brandenburg. Die Unternehmen und Verbände leiten daraus eine über das bisherige Territorialprinzip hinausgehende Zusammenarbeit auch durch Schaffung von Verbundsystemen, eine weitere Senkung der Netzverluste sowie Kampagnen zum bewussteren Umgang mit Trinkwasser ab.

Unterstützung von der Politik

Diese Arbeit müsse die Politik in beiden Bundesländern vorerst mit der Sicherung des Vorranges der Trinkwasserversorgung vor allen anderen Wasser- und Gebietsnutzungen, rechtlichen Rahmenbedingungen für überregionale Versorgungslösungen und der Finanzierung von Altlastensanierungen flankieren. Die Metropolregion zählt zu den niederschlagsärmsten Gebieten Deutschlands. Die historisch gebildete durchschnittliche Regenmenge von lediglich 580 Litern im Jahr ist in den vergangenen Jahren außer 2017 nie wieder erreicht worden. (hp)

Die Mitglieder der Initiative
Berliner Wasserbetriebe, Energie und Wasser Potsdam GmbH (EWP), Mittelmärkische Wasser- und Abwasser GmbH (MWA, Kleinmachnow), Wasser- und Abwasserzweckverband "Nieplitz" (WAZ-N, Beelitz), Wasser- und Abwasserzweckverband "Werder-Havelland" (WAZ-H), Osthavelländische Trinkwasserversorgung und Abwasserbehandlung GmbH (OWA, Falkensee), Stadtwerke Oranienburg GmbH, Wasser Nord GmbH & Co. KG (Hohen Neuendorf), Eigenbetrieb Kommunalservice Panketal, Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE), Niederbarnimer Wasser- und Abwasserzweckverband (NWA, Oranienburg), Wasser- und Abwasserzweckverband Ahrensfelde/Eiche (WAZV), Zweckverband Komplexsanierung mittlerer Süden (KMS, Zossen), Märkischer Abwasser- und Wasserzweckverband (MAWV, Königs Wusterhausen), Wasserver- und Abwasserentsorgungszweckverband Ludwigsfelde (WARL), Wasser- und Abwasserzweckverband Blankenfelde-Mahlow (WAZ)

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