Die Stadtwerke Erding (SWE) hatten die Wassertemperatur im Hallenbad mit der Wiedereröffnung am 24. September um knapp zwei Grad abgesenkt. In den rund drei Wochen seither wurde jedoch festgestellt, dass der prozentuale Besucherrückgang im Vergleich zu den Vor-Corona-Jahren deutlich über der prozentualen Energieeinsparung liegt, wie die SWE in einer Pressemitteilung mitteilen.
In der Sommersaison hatten die Stadtwerke gute Erfahrungen mit einer Reduzierung der Wassertemperaturen im Freibad um ein bis zwei Grad gemacht. Die Maßnahme hatte keine negativen Auswirkungen auf die Besucherzahlen und es konnte ein „erheblicher Anteil an Energie“ eingespart werden.
Rückkehr zu den gewohnten Temperaturen
Im Herbst ist die Situation jedoch anders: Auf Grund des bisherigen Feedbacks sei davon auszugehen, dass die geringeren Besucherzahlen stark mit der Temperaturabsenkung verbunden sind, so die SWE. „Deshalb haben wir uns entschieden, die Wassertemperaturen versuchsweise wieder anzuheben und den ursprünglichen Betriebszustand wieder herzustellen“, so der Betreiber weiter.
Auch der Warmbadetag an den Wochenenden, ein vor allem bei Senioren und Familien mit Kindern beliebtes Angebot, wird wieder eingeführt. Sofern dies wieder zu der erhofften Zunahme an Besuchen führt, soll der Rest der Hallenbadsaison mit den höheren Temperaturen betrieben werden. Um die notwendigen Energieeinsparungen dennoch zu erreichen, würde das Hallenbad dann die Saison entsprechend verkürzen.
Therme Erding mit anderer Strategie
Die privat betriebene Therme Erding bleibt bei Wassertemperaturen zwischen 33 und 34 Grad, wie Marketingleiter Marcus Maier bestätigt: „Wir haben ja relativ hohe Eintrittspreise, da können wir nicht den Gästen noch Wärme entziehen.“ (hp)


