Bayer produziert das Herbizid Glyphosat. Hier ein Plastikcontainer bei einer Protestaktion vor dem Eingang des Chemiekonzerns.

Bayer produziert das Herbizid Glyphosat. Hier ein Plastikcontainer bei einer Protestaktion vor dem Eingang des Chemiekonzerns.

Bild: Fabian Sommer/dpa

Der umstrittene Unkrautvernichter Glyphosat wird in der EU weitere zehn Jahre zugelassen. Die Entscheidung traf die EU-Kommission am Donnerstag. Vorher hatten sich die EU-Staaten in einer Ausschusssitzung mit der Zulassung beschäftigt, es gab aber weder eine ausreichende Mehrheit für die weitere Zulassung noch dagegen. Daraufhin entschied die Kommission im Alleingang. Die derzeitige Zulassung wäre Mitte Dezember ausgelaufen.

Damit Risiken für Menschen, Tiere und Umwelt möglichst gering gehalten werden, soll es laut EU-Kommission Einschränkungen geben, wie das Mittel eingesetzt werden darf. Dazu gehören laut der Behörde unter anderem Maßnahmen zum Schutz von Tieren und Pflanzen, die nicht das eigentliche Ziel des Einsatzes sind. Die Kommission betonte zugleich, dass die EU-Staaten Glyphosat weiterhin auf nationaler und regionaler Ebene einschränken könnten.

Datenlücken zum Gefahrenpotenzial

Der Glyphosat-Hersteller Bayer begrüßte die Entscheidung. «Diese erneute Genehmigung ermöglicht es uns, Landwirten in der gesamten Europäischen Union weiterhin eine wichtige Technologie für die integrierte Unkrautbekämpfung zur Verfügung stellen zu können», teilte der Leverkusener Konzern mit.

Streit gibt es unter anderem darüber, ob Glyphosat krebserregend sein könnte. Zudem stehen Gefahren für die Umwelt im Raum. Eine aufwendige Untersuchung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) hatte jüngst keine inakzeptablen Gefahren gesehen, aber auf Datenlücken in mehreren Bereichen hingewiesen. (dpa/hp)

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