Die Preise für Wasser bei Abgabe an Wasserversorgungsunternehmen sind seit Juli 2021 um rund 30 Prozent gestiegen. Das zeigt der Erzeugerpreisindex des Statistischen Bundesamtes, der die Preisentwicklung auf der Stufe zwischen Wassererzeuger und Versorger misst – also bevor das Wasser beim Endkunden ankommt. Im Juni 2026 lag der Index bei 130,0 Punkten, nach 99,9 Punkten im Juli 2021.
Seit Juni 2025 stieg der Index um drei Prozent; gegenüber Mai 2026 legten die Preise um 0,2 Prozent zu.
Der Indexwert von 130 bedeutet, dass das Preisniveau dieser Abgabestufe rund 30 Prozent über dem Jahresdurchschnitt 2021 lag; er ist nicht mit einer bundesweiten Statistik der Wassergebühren gleichzusetzen.
Auch der Index für Wasser und Dienstleistungen der Wasserversorgung insgesamt lag im Juni über dem Vorjahresniveau – knapp vier Prozent mehr als im Juni 2025. Gegenüber Mai 2026 stieg er um 0,1 Prozent.
Zum Vergleich: Wasser bei Abgabe an Haushalte verteuerte sich binnen Jahresfrist um vier Prozent. Damit fiel der Anstieg höher aus als bei Wasser für Wasserversorgungsunternehmen, wo die Preise im Jahresvergleich um drei Prozent zulegten.
Für Wasser bei Abgabe an die Industrie lag die Jahresrate bei rund drei Prozent. Im Monatsvergleich zeigte sich dagegen keine weitere Bewegung: Sowohl der Index für Wasser bei Abgabe an Haushalte als auch der Index für die Industrie blieben im Juni gegenüber dem Vormonat Mai unverändert.
Seit Juli 2021 stiegen die Preise für Wasser bei Abgabe an Haushalte um rund 25 Prozent. Für die Industrie betrug der Anstieg im selben Zeitraum rund 23 Prozent.