Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch (li.) und SWU-Geschäftsführer Klaus Eder weihen den Hochbehälter ein.

Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch (li.) und SWU-Geschäftsführer Klaus Eder weihen den Hochbehälter ein.

Bild: © SWU

Vor gut drei Jahren starteten die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm (SWU) die Bauarbeiten für den neuen Trinkwasser-Hochbehälter am Kuhberg. Nun erfolgte die feierliche Inbetriebnahme durch Oberbürgermeister Gunter Czisch und SWU-Geschäftsführer Klaus Eder.

Der neue Hochbehälter löst den dort seit 1907 betriebenen Wasserspeicher ab. Die neue Anlage speichert in etwa genauso viel Wasser und fasst in drei Rundbehältern aus Edelstahl jeweils vier Millionen Liter Trinkwasser. Im Unterschied zum Vorgänger lässt sich nun aber nahezu der gesamte Inhalt der Tanks für die Versorgung nutzen. Bislang waren lediglich vier Fünftel der Füllmenge effektiv nutzbar.

Betrieb mit grünem Strom

„Die Inbetriebnahme des Hochbehälters Kuhberg ist für die Ulmer/Neu-Ulmer Stadtwerke ein Meilenstein“, sagte Eder. „Insgesamt haben wir ein Budget von rund zwölf Millionen Euro aufgewendet.“

„Die gesamte Anlage wird durch eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach betrieben", wies Projektleiter Günter Geffert auf die baulichen Besonderheiten hin. "Mit einer installierten Leistung von gut 135 kW Peak treiben die PV-Module die Pumpen des Pumpwerks an. Der Hochbehälter hat selbst keine Pumpen. Die PV-Module decken ca. die Hälfte des Strombedarfs am Standort ab.“

Drehscheibe der Wasserversorgung

Der Hochbehälter Kuhberg spielt für die Trinkwasserversorgung eine zentrale Rolle. Er speist drei weitere Wasserspeicher, welche zum Teil noch höher liegen. Insgesamt 70 Meter wird das im Wiblinger Auwald (Rote Wand) geförderte Grundwasser auf den Kuhberg hinaufgepumpt.

Von dort aus fließt das Trinkwasser in die Hauptleitungen und später in die Häuser. Das natürliche Gefälle liefert den notwendigen Druck im Netz, der hier und da durch den Betrieb von Pumpen angepasst werden muss. (hp)

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