Corona-Viren, die mit geklärtem Abwasser in Badegewässer gelangen, sind inaktiv.

Corona-Viren, die mit geklärtem Abwasser in Badegewässer gelangen, sind inaktiv.

Bild: © Rainer Sturm/Pixelio

Von geklärten Abwässern geht keine Corona-Gefahr für Badegewässer und Trinkwasser aus. Darauf hat das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (Lanuv) am Donnerstag hingewiesen. Untersuchungen hätten gezeigt, dass Corona-Infizierte Viren durch den Stuhl ausscheiden. Teile der Viren-Erbinformation ließen sich anschließend in Kläranlagen nachweisen.

«Gleichzeitig ist es bisher nicht gelungen, aus dem Abwasser Viren erneut zu kultivieren und damit ihre Infektiosität nachzuweisen», erklärte der Abteilungsleiter für Umweltanalytik, Klaus Furtmann. «Das heißt: Wir müssen keine Belastung befürchten.» Es bestehe kein Risiko für Badende und das Trinkwasser.

Mehr Trinkwasserverbrauch im Lockdown

Furtmann bezeichnete das Coronavirus als «leicht zerstörbar». «Es kann aber sein, dass wir in Zukunft mit anderen Viren zu tun haben.» Daher habe das Lanuv damit begonnen, Laborkapazitäten für entsprechende Untersuchungen aufzubauen.

Zusammen mit dem trockenen Wetter sorgte die Pandemie im vergangenen Jahr auch für einen höheren Trinkwasserverbrauch der Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen. Viele Menschen hätten sich wegen Reisebeschränkungen und Heimarbeit intensiver um Terrasse und Garten gekümmert, erklärte der Abteilungsleiter für Wasserwirtschaft, Wolfgang Leuchs, in dem am Donnerstag in Duisburg vorgestellten Lanuv-Jahresbericht. «Deswegen wurde zu Hause insgesamt mehr Wasser für das Duschen, die Toilettenspülung, die Bewässerung oder das Befüllen der Pools verbraucht.» Genaue Verbrauchszahlen lägen aber noch nicht vor. (dpa/hp)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper