Trinkwasser kommt aus dem Wasserhahn. Dies stimmt leider nur bei oberflächlicher Betrachtung. Tatsächlich befindet sich ein großes Rohrnetz hinter der Wasserversorgung sowie Förder- und Aufbereitungsanlagen.

Trinkwasser kommt aus dem Wasserhahn. Dies stimmt leider nur bei oberflächlicher Betrachtung. Tatsächlich befindet sich ein großes Rohrnetz hinter der Wasserversorgung sowie Förder- und Aufbereitungsanlagen.

Bild: © Rheinenergie

Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesumweltministerium (BMU), hat am Donnerstag in Karlsruhe den Förderbescheid für das Projekt "Nitratmonitoring 4.0" (NiMo)  in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro überreicht, teilte das BMU mit.

Das Projekt entwickelt ein System, um mit Hilfe Künstlicher Intelligenz (KI) die Nitratkonzentration im Grundwasser möglichst genau vorherzusagen. Damit soll das Trinkwasser besser geschützt werden, das zu 70 Prozent aus Grundwasser gewonnen wird.

Teil der Förderinitiative KI Leuchttürme

Das Projekt ist Teil der Förderinitiative "KI-Leuchttürme für Umwelt, Klima, Natur und Ressourcen". Das Bundesumweltministerium fördert mit dieser Initiative Projekte, die Künstliche Intelligenz nutzen, um ökologische Herausforderungen zu bewältigen.

"Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel, das durch nichts ersetzt werden kann. Deswegen hat der Schutz des Grundwassers als wichtigste Quelle für sicheres und sauberes Trinkwassersehr hohe Priorität – und dazu gehört, dass die Nitratbelastung gesenkt werden muss", wird Schwarzelühr-Sutter in der Pressemitteilung zitiert.

Genauere Bestimmung der Nitratbelastung möglich als derzeit

Das Projekt Nitrat-Monitoring 4.0 zeige auf vorbildliche Weise, wie KI-basierte Verfahren ganz konkret zum Schutz des Grundwassers beitragen könnten. Das Beispiel mache einmal mehr deutlich, wie viel Potenzial für den Umwelt- und Klimaschutz in Künstlicher Intelligenz steckte.

Hinter dem Projekt NiMo stehen die Disy Informationssysteme, das Fraunhofer-Institut IOSB, das Karlsruher Institut für Technologie und der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches, teilte das BMU mit.  Die Verbundpartner entwickelten intelligente Verfahren, mit denen die Nitratbelastung im Grundwasser genauer bestimmt werden könne als mit derzeitigen Verfahren.

Erprobung in zwei Pilotprojekten

Detaillierte Daten und Vorhersagen seien die Basis für passgenaue Maßnahmen zum Grundwasserschutz. Mithilfe von KI sollen zudem Möglichkeiten identifiziert werden, die das Messnetz verbessern. Die Projektergebnisse sollen in einer Pilotregion in Baden-Württemberg und in Niedersachsen erprobt und so für den bundesweiten Einsatz in der Praxis optimiert werden.

Das Projekt gehört zu den insgesamt fünfzehn ausgewählten Leuchtturmprojekten der Förderlinie 2 der Förderinitiative "KI-Leuchttürme", die das Bundesumweltministerium mit einer Laufzeit von insgesamt drei Jahren fördert. Die Bandbreite der Projekte deckt dabei verschiedene Themen, wie etwas intelligente Stromnetze, Insektenschutz, nachhaltiger Konsum oder Abfallsortierung, ab. (hcn)

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