Die Odertalsperre ist samt Kraftwerk wieder vollständig in Betrieb.

Die Odertalsperre ist samt Kraftwerk wieder vollständig in Betrieb.

Bild: © Harzwasserwerke

Hochwasserschutz und Effizienz standen bei den Harzwasserwerken ganz oben auf der Agenda für die Generalsanierung der Odertalsperre bei Bad Lauterberg. Nachdem 2010 mit den ersten Vorarbeiten begonnen haben, ist das Mammutprojekt nun erfolgreich abgeschlossen.

Herzstück des Wasserkraftwerks an der Oder ist die neue Turbine zur Stromerzeugung. Mit einer Maximalleistung von 4700 kW liefert sie rund elf Prozent mehr Strom als ihre Vorgängerin aus dem Jahr 1934. Insgesamt sechs Mio. kWh pro Jahr soll der Neubau nun erzeugen. Für die Austauscharbeiten stand das Wasserwerk von 2011 bis 2015 still. Begonnen haben die Sanierungsmaßnahmen vor acht Jahren allerdings direkt an der Entnahmeanlage der Talsperre. Nachdem die Anlage, die das Wasser ins Kraftwerk pumpt, ersetzt wurde, gingen die Arbeiten im Jahr 2011 am Unterwasserbecken weiter.

Schussrinne für Hochwasserschutz

Damit das Becken auch künftig das Wasser gleichmäßig an den Flusslauf abgeben kann, wurden sowohl das Wehr als auch die Dichtung des Unterwasserdammes modernisiert - vor allem für die Industrie, die das Wasser der Oder z.B. für Kühlprozesse nutzt, ein wichtiger Faktor. 

Für einen optimalen Hochwasserschutz machten sich die Harzwasserwerke an die Sicherung des Hauptdammes. Dazu gehört auch eine 230 Meter lange Schussrinne neben dem Damm, die für das kontrollierte Ablaufen des Wasser in das Unterwasserbecken sorgen soll. Die neu gebaute Rinne kann bis zu 150 Kubikmeter pro Sekunde abfangen.

Herausforderungen bleiben in acht Jahren nicht aus

Insgesamt 23 Mio. Euro kostete die Generalsanierung und die aufwändigen Arbeiten waren nicht ohne: Allein beim Bau der Schussrinne standen die Harzwasserwerke vor einer Riesenherausforderung. Durch Bewegungen im Berg musste die Rinne nochmal etwas abgerückt werden. (ls)

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