Verbandsvorsteher Sven Ambrosy (li.) und Geschäftsführer Karsten Specht auf der Verbandsversammlung des OOWV.

Verbandsvorsteher Sven Ambrosy (li.) und Geschäftsführer Karsten Specht auf der Verbandsversammlung des OOWV.

Bild: © OOWV

Von Hanna Bolte

Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) will im kommenden Jahr insgesamt 144 Millionen Euro in die Wasserversorgung und die Abwasserbeseitigung investieren.

Für die öffentliche Wasserversorgung sind Ausgaben in Höhe von rund 87 Millionen Euro vorgesehen ‒ das sind fünf Millionen Euro mehr als in diesem Jahr. Seit 2018 haben sich diese Ausgaben in dieser Sparte verdreifacht. 57 Millionen Euro – und damit nochmals eine Million Euro mehr – fließen in die Abwasserentsorgung.

Mehr als zehn Euro pro Jahr

Die Entwicklung mache auch in diesem Jahr eine Veränderung des Wasserpreises erforderlich, argumentiert der Verband. Die Verbandsversammlung beschloss eine Anhebung zum 1. Januar 2025 von 1,41 Euro/m³ auf 1,56 Euro/m³ (inkl. Mehrwertsteuer).

Bei einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Verbrauch von 125 Litern/Tag beziehungsweise ergebe sich dadurch eine Mehrbelastung von 6,90 Euro pro Person und Jahr. Der Grundpreis steige von 7,63 Euro auf 8,49 Euro monatlich (inkl. Mehrwertsteuer), was einer Mehrbelastung von 10,32 Euro pro Jahr und Haushalt entspreche.

Nach Angaben von Verbandsvorsteher Sven Ambrosy ist der OOWV damit noch immer einer der günstigsten Wasserversorger in Deutschland. In einer Übersicht weist der Bundesverband der Energie-Abnehmer (VEA) für 2024 einen Durchschnittspreis von 2,09 Euro/m³ aus.

Suche nach neuen Wasservorkommen

Um das Wachstum in den Kommunen sicherzustellen, will der OOWV zudem einen Schwerpunkt darauf lenken, ausreichende Mengen an Wasser zur Verfügung zu stellen. "In mehreren Gebieten unseres Verbandsgebiets sind wir auf der Suche nach Standorten für zusätzliche Wasserwerke, damit wir den steigenden Bedarf decken können", sagte OOWV-Geschäftsführer Karsten Specht.

Zugleich lege der OOWV ein besonderes Augenmerk auf die Wiederverwendung. "In Nordenham und Brake realisieren wir Brauchwasserwerke, die gereinigtes Abwasser aus dem Kläranlagenablauf aufbereiten und dann an Industrieunternehmen abgeben können", so Specht weiter.

Der OOWV sieht sich außerdem als Ansprechpartner für Innovationen rund ums Wasser, betonte Specht und nannte als Beispiel die konkreter werdenden Wasserstoffprojekte in der Region. "Wir verfügen über das Wissen, notwendige Wassermengen aus alternativen Ressourcen in der benötigten Qualität bereit- und sicherzustellen", sagte der VKU-Vizepräsident.

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