Die Fließgewässer im Osnabrücker Land, wie hier die Nette, zeigen den aktuellen Wassermangel deutlich an.

Die Fließgewässer im Osnabrücker Land, wie hier die Nette, zeigen den aktuellen Wassermangel deutlich an.

Bild: © Landkreis Osnabrück

Für viele Menschen in der Region sind die Bilder aus den Trockenjahren 2018 oder 2019 noch präsent: verdorrte Felder, dürstende Bäume und trockene Böden. Leider zeigen sich in diesem Jahr schon Mitte Mai die Folgen des trockenen Frühjahrs mit deutlich unterdurchschnittlichen Niederschlägen in Fließgewässern, in Seen und im Grundwasser, teilt die Stadt Osnabrück mit. Daher sei ein behutsamer Umgang mit der Ressource Wasser auch in diesem Jahr geboten.

Zwei Beispiele verdeutlichen den Aufruf ganz besonders: Die Trinkwassergewinnung aus Quellen am Wasserwerk Düstrup, eines der drei Wasserwerke der Stadtwerke Osnabrück, befindet sich nach Angaben der Stadt mittlerweile auf einem negativen Rekordniveau, die Gesamtjahres-Niederschläge waren dort zuletzt deutlich rückläufig.

Grundwasserpegel wie im Trockenjahr 2019

Im Landkreis weisen Fließgewässer wie etwa die Nette sehr geringe Pegel auf. Die Pegel in Stadt und Landkreis Osnabrück nähern sich trotz geringer Niederschläge also dem mittleren Niedrigwasserstand an. Ein ähnliches Bild zeichnen die Grundwasser-Messtellen des Landes Niedersachsen, die in diesem Frühjahr ebenfalls ein Niveau aufwiesen wie im Trockenjahr 2019. Gleichzeitig steigt der Wasserverbrauch in den warmen und trockenen Monaten nach Erfahrungen der Stadt immer weiter an.

Mit einigen einfachen Tipps könne jeder einen Beitrag zum nachhaltigen Umgang mit Trinkwasser leisten, so Stadt, Land und Versorger. Dazu gehöre beispielsweise der Verzicht auf das Rasensprengen, die Nutzung von Regenwasser sowie die Befüllung von privaten Pools. (hp)

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