Neben Reifenabrieb gelangen Mikroplastikpartikel auch über Kosmetika und Reinigungsmittel in den Wasserkreislauf.

Neben Reifenabrieb gelangen Mikroplastikpartikel auch über Kosmetika und Reinigungsmittel in den Wasserkreislauf.

Bild: © Stefan Sauer/dpa

Mikroplastik ist mittlerweile überall in der Umwelt und auch in Lebensmitteln nachweisbar. Dennoch ist die Datenlage zu den Kunststoffteilchen, die eine Größe von einem Mikromillimeter bis fünf Millimeter haben, bislang qualitativ und quantitativ unzureichend. Es mangelt laut dem Helmhotz-Zentrum Geesthacht Zentrum für Material- und Küstenforschung an standardisierten, zuverlässigen und schnellen Nachweisverfahren. Dies schränke die Vergleichbarkeit der verschiedenen Studien massiv ein, heißt es in einem Blog.

In den USA und in Europa kommen Bestrebungen von gesetzgebender Seite auf, die Mikroplastikkonzentrationen im Trinkwasser und auch anderen Produkten zu überwachen. Hierzu bedarf es geeigneter Nachweisverfahren. In der Abteilung „Marine Bioanalytische Chemie“ arbeitet das Helmholtz-Zentrum gemeinsam mit dem amerikanischen Technologieunternehmen Agilent Technologies an der Testung, Anwendung und Weiterentwicklung eines hoch innovativen Verfahrens zum schnellen und automatisierbaren Nachweis von Mikroplastik.

Laser mit Software-Lösung

Der neue Ansatz beruht auf einem besonderen Laser, einem sogenannten Quantenkaskadenlaser, sowie einer speziellen Software-Lösung. Das Verfahren wurde schon auf Wasserproben aus der Elbe-Mündung und dem Indischen Ozean angewandt. Bislang fanden die Forscher im Indischen Ozean bis zu 230 Mikroplastik-Partikel pro Kubikmeter und in der Mündung der Elbe sogar bis zu 16.000 Partikel pro Kubikmeter. (hp)

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