Das Pumpspeicherwerk Goldisthal ist seit 2004 in Betrieb. Es liegt im westlichen Thüringer Schiefergebirge am Fluss Schwarza.

Das Pumpspeicherwerk Goldisthal ist seit 2004 in Betrieb. Es liegt im westlichen Thüringer Schiefergebirge am Fluss Schwarza.

Bild: © Vattenfall

Pumpspeicherwerke, Windräder im Wald und Hilfen beim Umstieg auf grüne Energie: Das Themenspektrum beim ersten Treffen der Thüringer Landesregierung mit Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) auf Schloss Ettersburg bei Weimar war breit. Thüringen wolle Tempo machen, um den Anteil erneuerbarer Energien zu erhöhen, «wir wollen weg von fossiler Energie», sagte der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) auch mit Verweis auf die Folgen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine. In einigen Bereichen gebe es noch Regelungsbedarf beim Bund.

Das gelte beispielsweise bei Pumpspeicherkraftwerken, deren Betrieb wieder wirtschaftlicher werden müsse. Die Anlagen, von denen es im bundesweiten Vergleich besonders viele in Thüringen gibt, sollten nicht wie Kraftwerke, sondern wie Stromspeicher behandelt werden, sagte Ramelow. Sie müssten endlich eine Wertschätzung erfahren. Habeck sagte eine Prüfung zu.

Größte Anlage Deutschlands

Thüringen verfügt mit der Anlage Goldisthal in Südthüringen, die von Vattenfall betrieben wird, über das größte Pumpspeicherkraftwerk in Deutschland. Auch an den Saale-Talsperren gibt es kleinere Anlagen. Bei einem Überangebot an Strom pumpen sie Wasser von unten in ein höher gelegenes Becken. Wird Strom gebraucht, wird das Wasser abgelassen, treibt Turbinen an und liefert wieder Strom.

«Es handelt sich um Speicher. Entsprechend müssten sie in die Netzarchitektur eingebaut werden», sagte Ramelow. Der Regierungschef verwies auch darauf, dass es in den vergangenen Jahren zwei Neubauprojekte in Thüringen gab, die platzten. (dpa/hp)

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