Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat am Mittwoch auf dem BMU-Agrarkongress konkrete Vorschläge vorgelegt, wie Landwirte für Leistungen zum Klima-, Umwelt- und Naturschutz honoriert werden können. Damit soll die neue Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union ab dem Jahr 2023 in Deutschland umgesetzt werden. Denn hierzu stehen wichtige Entscheidungen im ersten Halbjahr 2021 an.
"Der wirksamste Hebel für die dringend nötigen Veränderungen ist die EU-Agrarförderung“, sagte Schulze. Die EU stelle Deutschland für die kommenden Jahre jährlich mehr als sechs Mrd. Euro zur Umsetzung der EU-Agrarpolitik bereit. Damit sollten landwirtschaftlichen Betriebe darin unterstützt werden, „die für uns alle wichtigen zusätzlichen Umweltleistungen zu erbringen“.
Zehn Öko-Regelungen
Kern des Vorschlags des Bundesumweltministeriums (BMU) sind zehn neue "Öko-Regelungen", für die zunächst 30 Prozent der europäischen Direktzahlungen genutzt werden. Später könnten sie weiter ansteigen. Damit sollen unter anderem Betriebe gefördert werden, die mehr für die Umwelt tun: Sie reduzieren ihre erlaubten Nährstoffüberschüsse, verzichten auf den Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln, halten eine vielfältige Fruchtfolge ein oder nutzen ihre Wiesen und Weiden umwelt- und tiergerecht. (hp)
