Der Trinkwasserverbrauch der Stadt Kelkheim erreicht derzeit Spitzenwerte, teilt die Stadtverwaltung mit. Zugleich halte das trockene Wetter unvermindert an. Die Bemühungen
zum Sparen von Trinkwasser in den letzten Wochen seien ohne Erfolg geblieben.
Da nun die öffentliche Wasserversorgung gefährdet ist, ruft die Stadt Kelkheim gemäß der Gefahrenabwehrverordnung den Wassernotstand aus. Gemäß § 2 der Verordnung darf Wasser nicht verschwendet oder gespeichert werden. Von Beregnungen ist abzusehen. Eine Ausnahmen bilden Balkon-, Kübel- und Gartenpflanzen. Insbesondere das Befüllen privater Schwimmbecken und das Reinigen von Fahrzeugen sind untersagt.
Weiterer Notstand nach 2019
Ordnungswidrigkeiten können mit einer Geldbuße bis 5000 Euro geahndet werden. Zusätzlich kann der Magistrat der Stadt laut der Mitteilung auch Sperrzeiten für die Trinkwasserbereitstellung festlegen.
Bereits 2019 musste die Stadtverwaltung den Trinkwassernotstand ausrufen. In der Mitteilung damals wurde deutlicher auf die Ursachen hingewiesen. An einigen Tagen lagen die Verbräuche um 30 und sogar um 60 Prozent über dem Durchschnitt. Als Ursache nannte die Stadt damals Garten- und Rasenbewässerungen sowie das Nachfüllen von Pools.
Dargebot kann nicht ausgeweitet werden
Auch vor zwei Jahren hatte die Aufrufe zum Wassersparen keine Wirkung gezeigt. Infolgedessen reichte das geförderte Trinkwasser nicht aus, um den Wasserbedarf zu decken. Gleichzeitig konnte die Förderleistung der stadteigenen Brunnen nicht erhöht werden. (hp)


