Das energiewirtschaftliche Abrechnungssystem zur Steuerung und Abwicklung von Kundendaten- und Rechnungen gilt als IT-technisches Herzstück eines jeden Energieversorger. Der Freiburger Energie- und Umweltdienstleister Badenova hat sich daher für die Thüga Abrechnungsplattform TAP entschieden, die Entwicklung einer eigene SAP-Abrechnungs-Lösung werde man nicht weiterverfolgten, so der Freiburger Versorger.
Die Freiburger haben zunächst die Idee einer eigenen, ausschließlich für die Badenova designten Nachfolgelösung verfolgt. Aufgrund zahlreicher Vorteile hat das Unternehmen sich nun für die Lösung der Thüga Abrechnungsplattform (TAP) entschieden. Diese Lösung habe durch hohen Branchenstandard, durch Größenvorteile und zusätzliche Skaleneffekte überzeugt, heißt es.
Mehr als eine Nachfolgelösung
Ein im Thüga-Verbund aus mehreren Partnerunternehmen gebildetes Konsortium hat unter Mitwirkung von Badenova und weiteren rund dreißig Energieunternehmen die TAP-Zukunftslösung gestaltet. Der für die Digitalisierungsthemen bei Badenova verantwortliche Vorstand Hans-Martin Hellebrand sieht in TAP ein wichtige Weichenstellung mit hohem Zukunftspotenzial: „Auf lange Sicht überwiegen klar die systemischen und ökonomischen Vorteile der TAP-Lösung im Vergleich zu einer Eigenentwicklung. Darüber hinaus bin ich absolut überzeugt davon, dass die TAP-Lösung uns gemeinsam im Verbund noch viele weitere strategische Mehrwerte bietet.“
Hellebrand sieht das Potenzial im TAP-Verbund über die Themen der energiewirtschaftlichen Abrechnung hinaus als eine Drehscheibe, die weitere Digitalisierungs- und Innovationsthemen für die gesamte Thüga-Gruppe und weitere interessierte Energieversorger erschließen kann. Hellebrand dazu: „TAP ist mehr als nur die Antwort auf die Frage nach der Nachfolgelösung für IS-U. Es ist eine Plattform, die den Verbundgedanken der Thüga-Familie konsequent weiterverfolgt und es jedem Unternehmen ermöglicht, am Schwarmwissen und Schwarmkönnen des Verbundes teilzuhaben.“ (sg)
Korrektur: In einer vorherigen Version hieß es, dass SAP sein energiewirtschaftliches Abrechnungssystem IS-U nicht mehr weiterentwickelt und ab 2027 auch nicht mehr unterstützt. Das ist nicht korrekt. Deshalb haben wir den Absatz entfernt. Richtig ist, dass die Funktionalitäten von IS-U in SAP S/4HANA Utilities überführt werden, eine Plattform für eine zukunftsfeste Unternehmensstrategie im Hinblick auf die Digitalisierung.



