Der Energiedienstleister Badenova verzeichnet eine ungebrochen hohe Nachfrage nach sicheren IT-Services. Als Antwort darauf hat die IT-Tochter "badenIT" auf dem Badenova-Gelände ihr mittlerweile drittes Rechenzentrum eingeweiht, das zweite war erst 2014 eröffnet worden. Markenzeichen der neuen Anlage sind laut Pressemitteilung ein geringer Energieverbrauch und eine besonders sichere Energieversorgung. Das Universitätsklinikum Freiburg hat bereits einen abgetrennten Bereich im Rechenzentrum angemietet, dieser ist über zwei unabhängige Glasfaserstrecken mit dem Krankenhaus verbunden.
"Als fest in der Region verankertes Unternehmen sehen wir es als unsere Pflicht an, Südbaden die bestmögliche, digitale Grundversorgung zu bieten", betonte Peter Lais, Geschäftsführer von "badenIT" bei der Eröffnung am Donnerstag. Diesem Gedanken schloss sich auch Chirine Etezadzadeh, Leiterin des Smart City Institutes Stuttgart an, die in ihrem Vortrag auf die Stadt der Zukunft, die smarte, digital vernetzte Stadt einging. In ihren Augen komme besonders Stadtwerken und Energieversorgern wie Badenova die Aufgabe zu, Hüter und Garant der Daseinsvorsorge 4.0 zu sein, auch hinsichtlich Fragen des Datenschutzes und der Datenbewirtschaftung.
Strom aus zwei Umspannwerken
Das Gebäude bezieht seinen Strom aus zwei unterschiedlichen Umspannwerken. "Deshalb ist die Stromversorgung voll redundant. Eine stationäre Netzersatzanlage dient als zusätzliche Absicherung", hob Ralf Held, Verantwortlicher aller badenIT-Rechenzentren, die besonderen Vorzüge des Projekts hervor. Die Sicherheit der Daten und der professionelle Betrieb der IT-Systeme belegt ein hoher Qualitäts- und Verfügbarkeitsstandard der Services nach Tier 3+. Das TÜV-Siegel ISO 27001 für ein geprüftes Informationssicherheits-Management konnte badenIT auch für dieses Rechenzentrum wieder erreichen.
Das Gesamtpaket aus Datensicherheit, Datenschutz und Verfügbarkeit der Energieversorgung war dann auch ausschlaggebend, um das Universitätsklinikum Freiburg als Mieter gewinen zu können. "Die Patientendaten an einem Klinikum sind hochsensibel, sie müssen bestmöglich geschützt werden. Um Datenschutz und Datensicherheit weiter auszubauen und den Schutz vor Ausfällen zu erhöhen, hat das Universitätsklinikum Freiburg sich im neuen Rechenzentrum der badenIT eingemietet und mit ihr den optimalen Partner gefunden", betonte Michael Kraus, Leiter des Klinikrechenzentrums.
Energieeinsparungen von bis zu 60 Prozent
Beim Bau des Rechenzentrums wurde zudem großer Wert auf einen energieeffizienten Betrieb gelegt. Dazu trägt auch die besonders intelligente und moderne Kühltechnik bei, die für eine Energieeinsparung von bis zu 60 Prozent sorgt. Zudem werden die Systeme über ein permanentes Energie-Monitoring laufend optimiert. Eine große begrünte Außenwand am Gebäude bindet zusätzlich pro Jahr rund 1 Tonne CO2.
Integration ins eigene Glasfasernetz
Durch die örtliche Trennung der einzelnen Rechenzentren wird gleichzeitig die Ausfallwahrscheinlichkeit minimiert, da Daten und Systeme unabhängig voneinander an verschiedenen Standorten betrieben werden können. Letztlich ist das neue Rechenzentrum voll in das eigene Glasfasernetz der badenIT integriert: "Wir transportieren alle Freiburger Daten auf eigenen Glasfaserleitungen und somit in einem geschlossenen System. Dadurch bieten wir den Kunden in unseren Freiburger Rechenzentren bereits jetzt sehr hohe Sicherheitsstandards", so Geschäftsführer Peter Lais. Die elektrische Gesamtleistung des Rechenzentrums beträgt 450 kW, die Energieversorgung erfolgt zu 100 Prozent über Ökostrom. (hoe)



