So sollen die Fassaden des neuen Rechenzentrums einmal aussehen.

So sollen die Fassaden des neuen Rechenzentrums einmal aussehen.

Bild: © KMW,TTSP

Im Frühjahr 2023 hatten Green Mountain und KMW bekannt gegeben, dass sie sich zu einem Joint Venture zusammengeschlossen haben, um ein neues nachhaltiges Rechenzentrum in Mainz, 30 km außerhalb von Frankfurt, zu bauen. Erste Arbeiten auf dem Gelände begannen im September, dieser Tage wurde offiziell der Baubeginn markiert.
 

Versorgt Fußballstadion in Mainz mit Wärme

Klimaschutzministerin Katrin Eder lobte das Leuchtturmprojekt für Rheinland-Pfalz, "das nicht nur die regionale Bedeutung unterstreicht, sondern auch den Weg für nachhaltige Digitalisierung und wirtschaftliche Entwicklung ebnet." Die Energieversorgung des Standorts erfolgt aus erneuerbarem Strom, wobei die Gaskraftwerke der KMW die Notstromversorgung bereitstellen.

Das Rechenzentrum soll effizient und nachhaltig durch den Rhein gekühlt werden, die dabei erzeugte Abwärme wird direkt in das bestehende Fernwärmenetz der Stadt Mainz eingespeist und kann so circa 20.000 Haushalte sowie das Fußballstadion und den Mainzer Dom mit Wärme versorgen. „Das neue Rechenzentrum in Mainz ist ein Motor für unsere digitale Infrastruktur und Wirtschaft,“ sagt Mainzer OB Nino Haase. „Die technologischen Innovationen, gepaart mit umweltfreundlichen Maßnahmen wie die Abwärmenutzung in unser Fernwärmenetz, positionieren Mainz als Vorreiter für grüne Rechenzentren.“

Ach ein wichtiges Projekt für Wiesbaden

Gert-Uwe Mende, Wiesbadener OB, fügt hinzu: „Die KMW steht für die gute Zusammenarbeit zwischen den beiden Landeshauptstädten Mainz und Wiesbaden. Das Rechenzentrum von Green Mountain und KMW ist auch für Wiesbaden von enormer Relevanz. Es ist zukunftsweisend, dass hier wirtschaftliche Vernunft und ökologische Verantwortung so beispielgebend Hand in Hand gehen. Es freut mich sehr, dass uns das gemeinsam gelungen ist.“ Beide Oberbürgermeister besetzen im Wechsel den Posten des 1. Vorsitzenden im KMW-Aufsichtsrat.

Das erste Gebäude mit 18 MW soll im ersten Quartal 2025 fertiggestellt werden. (sg)

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