Das BEMD Standardleistungsverzeichnis (SLV) hat sich seit seiner ersten Veröffentlichung im Jahr 2017 zunehmend am Markt etabliert, so der Verband. Das SLV bietet den Nutzern einen Überblick über sämtliche Prozesse im Bereich der Energiemarktdienstleistungen für alle Sparten und Marktrollen und macht Vorschläge zu einem gemeinsam erarbeiteten „Standard“ von Leistungen und deren Ausgestaltung.
Diverse Stadtwerke, Dienstleister und Berater, aber auch Softwareanbieter nutzen das SLV bereits für Ausschreibungen, Angebots- und Vergabeprozesse sowie die Entwicklung von Lösungen. Im Jahr 2020 hatte sich der BEMD zu einer Aktualisierung, Ergänzung und Erweiterung der Darstellung entschlossen. Das Standardleistungsverzeichnis 2.0 wurde von einer Arbeitsgruppe des BEMD weiterentwickelt.
SLV 2.0: Vom Messstellenbetrieb bis Mako 2020
Mit dem Standardleistungsverzeichnis 2.0 soll nun allen Marktteilnehmern eine einheitliche, gleiche und faire Grundlage für Ausschreibungen, Angebote und Vergabeprozesse gemäß der derzeitigen Marktsituation gebote werden. So wurden im SLV 2.0 Prozesse in Richtung neuer Marktanforderungen und regulatorischer Vorgaben weiterentwickelt und Themen wie Messstellenbetrieb, MaKo 2020 und das „Datenmanagement“ für den gesamten Prozess „Meter to Cash“ berücksichtigt.
„Big Picture“ stellt Hauptprozesse für die drei Marktrollen dar
Das SLV 2.0 stellt für alle drei Marktrollen sowohl die marktrollenspezifischen als auch die übergreifenden Prozesse dar. In dem erneut eingerichteten, frei zugänglichen „Webtool SLV 2.0“ kann auf der Website des BEMD interaktiv in die Prozesse, deren Unterprozesse und dann bis auf die Einzelprozessebene geklickt werden. Dabei werden dem BEMD zufolge nur die Hauptprozesse detailliert aufgeführt, „Nebenprozesse“ wie Marketing nicht. Diese Darstellung erfolgt ähnlich wie bereits im ersten Standardleistungsverzeichnis, wurde allerdings aktualisiert und hat den „Überbau“ des Big Pictures zur einfachen und übersichtlichen Navigation.
Grundlage für Ausschreibungen
Auf dieser Basis können nun konkret Leistungsverzeichnisse für Ausschreibungen des gesamten Prozesses oder auch von Teilprozessen erstellt werden. Des Weiteren lassen sich auch prozessbezogene Informationen zu einem „Best practice“ erarbeiten und damit weitere Outsourcing-Aktivitäten oder auch Digitalisierungsansätze unterstützen.
Das Standardleistungsverzeichnis 2.0 kann nach Angaben des Verbands von sofort an als Webtool auf der Website des BEMD eingesehen und verwendet werden. Zudem wurde eine Broschüre mit allen wichtigen Informationen zum Standardleistungsverzeichnis erstellt, welche ebenfalls auf der Website gefunden werden kann. DAs SLV 2.0 wird in den kommenden Monaten die Grundlage für die dritte Auflage der Transparenzinitiative Abrechnungssysteme (IT-Lösungen M2C) des BEMD, die im November 2020 begonnen hat. (sg)



