Ende 2020 fallen die ersten Anlagen aus der Vergütung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes.

Ende 2020 fallen die ersten Anlagen aus der Vergütung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes.

Bild: © Stephan Rudolph Kramer/Wemag

Im Lösungsfinder der Stadtwerke Bielefeld können Betreiber in einem einfachen Prozess die Leistung ihrer Photovoltaik(PV)-Anlage, das Jahr der Inbetriebnahme sowie ihre Investitionsbereitschaft eintragen. Auf der Internetseite wird der Nutzer durch die Fragestellungen geführt und erhält auf Grundlage der eingegebenen Daten die Weiterbetriebsmöglichkeiten für seine Anlage angezeigt.

Am Ende stehen für den Betreiber vier Optionen zur Auswahl: den Strom weiter einzuspeisen, den erzeugten Strom direkt zu vermarkten, auf Eigenverbrauch zu setzen oder eine neue Anlage zu installieren. Als die Stadtwerke Bielefeld ihren Online-Lösungsfinder im Frühjahr 2021 vorgestellt haben, stieß dieser nicht nur bei Kunden, sondern auch bei anderen Energieversorgern auf großes Interesse. Einen der Vorteile des Tools erläutert Projektleiterin Sarah Bicker von den Stadtwerken Bielefeld: „Durch die Angaben im Lösungsfinder und die daraus entstehenden Leads können wir Kundengespräche zielorientierter führen und damit optimieren. Vor allem für unseren Vertrieb ist das ein großer Gewinn. Viele Prozesse ließen sich zudem mit dem Lösungsfinder vereinfachen.

Low-Code-Plattform ermöglicht Tool

Das Tool wurde auf der Low-Code-Plattform von Mendix entwickelt. Initial arbeiteten die Stadtwerke Bielefeld dabei gemeinsam mit der d.u.h.Group an der Lösungsübersetzung. Dabei erarbeitet die d.u.h.Group die Applikation und führte die Kollegen der Stadtwerke Bielefeld in die einfach zu bedienende Programmplattform Mendix ein.

Bicker: „Die Zusammenarbeit mit der IT wird vereinfacht und die Bedienung des Lösungsfinders ist auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ohne fundierte IT-Kenntnisse unkompliziert machbar.“ Die gewonnenen Erkenntnisse in der Applikationserstellung lassen sich nun auch in divers andere Anwendungsfälle überführen, um beispielsweise Prozesse im Personalmanagement zu vereinfachen.

White-Label-Lösung

Die White-Label-Lösung des Post-EEG-Tools macht es zudem möglich, den Lösungsfinder an das eigene Corporate Design anzupassen und damit auf einem einfachen Weg einen hohen Wiedererkennungswert zu schaffen. Ein weiterer Mehrwert: Im Umfeld des Lösungsfinders können zudem Cross-Selling-Produkte wie Speicherlösungen, Wallboxes oder eine Weitervermarktung des erzeugten Stroms platziert werden.

„Die einfache Digitalisierung der Vertriebsprozesse zu Post-EEG-Anlagen hat dazu beigetragen, dass wir interne Ressourcen einsparen und Prozesse optimieren konnten“, betont Projektleiterin Sarah Bicker. Für Energieversorgungsunternehmen bietet sich ihr zufolge damit eine einfache, effektive und wirtschaftlich sinnvolle Lösung im Bereich der Post-EEG-Anlagen. (sg)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper