Die Attacke war zwar schon in der Nacht vom 22. auf den 23. Oktober geschehen, aber aufgrund der laufenden Ermittlungen, durften die Stadwerke erst jetzt an die Öffentlichkeit gehen. Die Analyse der Situation und die Sicherung der Daten habe zunächst Vorrang gehabt, erklärte der Versorger aus Nordrhein-Westfalen.
Was war geschehen? Bei einem Cyberangriff blockierten die Angreifer die Datenverwaltung und die E-Mail-Kommunikation der Stadtwerke und dem Verbandswasserwerk Langenfeld-Monheim. Bei beiden Unternehmen war anschließend die Verwaltung sowol per E-Mail als auch telefonisch vorübergehend nicht zu erreichen. Alle Dienstleistungen der Stadtwerke zur Versorgung der Bevölkerung hingegen hätten durchgängig störungsfrei funktioniert und waren zu keinem Zeitpunkt von dem Angriff betroffen, versicherten die Stadtwerke.
BSI hilft bei Wiederherstellung der Daten
Unverzüglich nach Feststellung der möglichen Störungsursache habe man die zuständigen Behörden informiert. Über das Landeskriminalamt NRW (LKA) wurde der Kontakt zur Kreispolizeibehörde hergestellt und Anzeige erstattet. In enger Abstimmung mit durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) geprüften und quaifizierten IT-Experten sei es gelungen, die Datenverwaltung sowie die elektronische Kommunikation wiederherzustellen.
Aktuell sei noch nicht vollständig abzuschließen, dass sich die Täter Zugang zu sensiblen Kundendaten verschaffen konnten. Die Stadtwerke empfehlen daher ihren Kunden erhöhte Wachsamkeit und raten als Vorsichtsmaßnahme, Passwort für die Nutzung Online-Services bei den Stadtwerken zu ändern. Man werde alles daran setzen "unsere IT-Infrastrukturen entsprechend zu optimieren und abzusichern, um uns vor zukünftigen Angriffen zu schützen", bekräftigte der Kommunalversorger. (sg)



