Betreiber von Fernwärmenetzen haben eine Reihe von gesetzlichen Abrechnungs- und Informationspflichten gegenüber ihren Fernwärme- und Fernkältekunden zu erfüllen.
Um ihnen diese Aufgabe zu erleichtern, hat Dipko nach eigenen Angaben ein schlankes digitales Fernwärme-Kundenportal entwickelt, mit dessen Hilfe sie ihren Informationspflichten nach FFVAV nachkommen können.
Es lasse sich mit geringem Aufwand implementieren und bietet den Endkunden einfach zu bedienende Funktionalitäten, um ihre Energieverbräuche, -kosten und CO2-Einsparungen zu visualisieren und präzise kontrollieren und steuern zu können. Damit könne auch der Kundenservice entlastet werden.
Hintergrund
Wärme- und Kälteversorger unterliegen strengen gesetzlichen Abrechnungs- und Informationspflichten, die in der Verordnung über die Verbrauchserfassung und Abrechnung bei der Versorgung mit Fernwärme und Fernkälte (FFVAV) zusammengefasst sind.
Demnach müssen Abrechnungs- und Verbrauchsinformationen den Kunden auf Wunsch elektronisch bereitgestellt und eine monatliche Übermittlung der entsprechenden Informationen sichergestellt werden.
Ganzjährige Anzeige von Verbrauchsdaten und deren Vergleich
Das Gesetz sieht außerdem eine ganzjährige Anzeige der Verbrauchsdaten sowie die Möglichkeit des Vergleichs des eigenen Verbrauchs mit Durchschnittskunden vor.
Neben statischen Daten wie den Kosten, müssen auch die Treibhausgasemissionen angezeigt werden.
Kundenportal zur Erfüllung der gesetzlichen Informationspflichten
Dipko hat nach eigenen Angaben mit Fernwärmeversorgern ein schnell und einfach zu implementierendes Fernwärmekundenportal entwickelt, mit dessen Hilfe die gesetzlichen Informations- und Abrechnungspflichten erfüllt werden können und das den Kundenservice des Versorgers spürbar entlasten soll.
Die Lösung sei einfach und schlank aufgebaut, könne als Stand-Alone-Lösung betrieben werden und sei dadurch auch für kleinere und mittelgroße Fernwärmeversorger interessant.
Offene Schnittstellen
Versorger können Dokumente wie Rechnungen oder Abrechnungsinformationen in der integrierten Postbox des Kundenportals zum Download bereitstellen. Hierfür wird lediglich das Dokumentenmanagementsystem des Versorgers – sofern vorhanden – an das Portal angebunden.
Über offene Schnittstellen funktioniere das mit minimalem Aufwand und in kürzester Zeit, so Dipko. Für die Übermittlung der Verbrauchsdaten der Kunden werden diese monatlich oder jährlich in das Kundenportal übertragen.
Um den Aufwand für Versorger so gering wie möglich zu halten, können sie selbst entscheiden, ob die Übertragung der Verbrauchsdaten manuell via Datenimport oder automatisiert via Schnittstelle erfolgen soll.
DSGVO gewährleistet
Das Portal selbst entspreche als Teil der DIPKO-Plattform allen gesetzlichen Anforderungen an Datenschutz, heißt es weiter. Die Plattform sei DSGVO-konform aufgebaut und verwendet nur systemrelevante Cookies.
Kundendaten werden nicht an Dritte weitergegeben, sondern verbleiben immer beim Versorger.
Verbrauchsvergleich und CO2-Fußabdruck
Sämtliche Informationen werden den Endkunden übersichtlich dargestellt, so Dipko. Damit sie ihre Verbräuche einfach und schnell bewerten können, stehen ihnen Vergleichsdaten von Durchschnittskunden oder -haushalten zur Verfügung.
Das Portal biete Endkunden noch weitere Features. So können sie etwa ihre Verbrauchshistorie – auch außerhalb der Heiz- bzw. Kühlperiode – einsehen oder sich ihren CO2-Fußabdruck und ihre Emissionseinsparungen gegenüber fossilen Energieträgern visuell darstellen lassen.
Auch weitere Informationen und statische Werte, wie Kosten, Preise oder Einsparungen durch Fernauslesungen, können den Kunden an verschiedenen Stellen des Kundenportals strukturiert angezeigt werden. (sg)



